Weiß-gelbe Fahnen schmückten die Ortsdurchfahrt von Neudorf und die Häuser um die Kirche herum. Vor dem Gasthaus Schärtl versammelten sich immer mehr Menschen. Den Kirchenzug führte die Blaskapelle Oberwildenau an, gefolgt von Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Karl-Heinz Preißer, Vertreter der Politik, Kirchen und Vereinen sowie Chronist Josef Eimer.
Vor der Kirche wartete schon das Priesterduo, Domkapitular Dr. Josef Ammer und Ortsgeistlicher Arnold Pirner, sowie Mesner Johann Schlegl mit seinen Ministranten.
Da man schon davon aufgegangen ist, dass die Kirche an diesem Ehrentag zu klein sein wird, gab es davor Sitzmöglichkeiten. Erbaut wurde St. Barbara im Jahr 1770. Pfarrer Pirner erzählte vom verheerenden Großbrand 1814, der Neudorf komplett zerstört hatte. Auch Dachstuhl und der Innenraum der Kirche, das einzige Gebäude im damaligen Neudorf, das aus Stein gebaut war, wurden stark beschädigt. Zu diesem schlimmen Ereignis war 1816 noch der Sommer ohne Sonne und Kälte dazu gekommen, der zu Ernteausfall und einer Hungersnot geführt hatte. Danach, im Jahr 1819, hatten die Neudorfer die Kirche wieder aufgebaut, die in dieser Form erbaut wurde. Bereits seit dem 14. Jahrhundert sei in Neudorf eine Kirche gestanden.
Domkapitular Ammer sagte, man muss den Glauben leben und nicht nur zelebrieren. "Unser Dank gilt heute den Menschen, die den Wiederaufbau von St. Barbara vollzogen haben, aber auch all denen die heute noch ihren Beitrag für die Filialkirche leisten", betonte er. Ein musikalischer Genuss war der Kirchenchor St. Martin mit Leiterin Ulli Schwab.
In einem Zug ging es zum Festplatz vor dem Vereinszentrum. Dort hatte die Siedlergemeinschaft alles für eine zünftigen Frühschoppen vorbereitet, die Blaskapelle Oberwildenau spielte dazu auf. Für die Verkehrssicherung war die Neudorfer Feuerwehr verantwortlich.


















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