02.07.2020 - 10:06 Uhr
Neudorf/Luhe-WildenauOberpfalz

Weltenbummler trat seine letzte Reise an

Große Anteilnahme an der Beerdigung von Josef Hammer aus Neudorf

Josef Hammer bei seinem 70. Geburtstag , eingerahmt von seiner Lieblingsgesangsgruppe, den Neustädter "Zupfer-Moidln. Jetzt ist der bekannte Neudorfer gestorben.
von Hans MeißnerProfil

Trotz langjähriger Krankheit kam die Nachricht vom Tod von Josef (Sepp) Hammer für die Neudorfer überraschend. Wenige Monate vor seinem 75. Geburtstag trat der Weltenbummler, wie er sich gerne bezeichnete, seine letzte Reise an. Sein Freund und Wegbegleiter, Pfarrer Ambros Trummer, ließ es nicht nehmen, den Sepp auf dem letzten Weg zu begleiten.

Der Pfarrer zeigte den Lebensweg des Neudorfers auf, der vor 42 Jahren Trummers Primiz ausgerichtet hatte. Gemeinsam hatten sie viele Jahre beim Katholischen Burschenverein verbracht. Die Freundschaft hielt über Jahrzehnte. In diesem Jahr fehlte Sepp Hammer zum ersten Mal beim Gedenkgottesdienst von Ambros Trummer zur Erinnerung an seine Priesterweihe vor 42 Jahren.

Hammer wurde in Neudorf in eine Landwirtschaftsfamilie hineingeboren. Nach der Schulzeit in Neudorf lernte er Betriebsschlosser. Später legte er die Meisterprüfung in diesem Handwerk ab. Der Jubilar wechselte zur Firma BHS nach Weiherhammer. Von nun an hieß es immer wieder: "die Koffer packen". Auf allen Kontinenten dieser Erde stellte Hammer die in Weiherhammer gefertigten Anlagen auf oder wartete sie. Seine Frau Berta und seine drei Kinder hielten zu Hause den Laden am Laufen.

An der Point errichtete die Familie ihren neuen Wohnsitz. Weil Hammer an einer heimtückischen Krankheit litt, ging er den vorzeitigen Ruhestand. Er brachte sich beim TSV Neudorf als Platzwart und Hausmeister ein. Ein weiteres Hobby des Jubilars war die Restaurierung von alten Traktoren. Nachdem seine Krankheit immer weiter fortschritt, musste Hammer seine Hobbys auf ein Mindestmaß zurückschrauben.

Zu seinem 70. Geburtstag erhielt Sepp Hammer von seiner Familie ein kleines Konzert von den "Zupfer-Moidln" als Geschenk. Er war ein großer Fan der Neustädter Sängerinnen. Auch auf seinem letzten Weg begleiteten sie den Hammer-Sepp musikalisch.

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