13.03.2020 - 10:07 Uhr
Neuenhammer bei GeorgenbergOberpfalz

Jagdgenossenschaft Dimpfl: Stefan Frischholz neuer Jagdvorsteher

Bei der Jagdgenossenschaft Dimpfl geht eine Ära zu Ende. Jagdvorsteher Johann Frischholz und Kassier Rudolf Frischholz legen ihre Ämter in jüngere Hände.

von Josef PilfusekProfil

„Ich habe mit so vielen Leuten gar nicht gerechnet“, schmunzelte Holger Osgyan zum Beginn der Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Dimpfl am Donnerstag und sprach die Hoffnung aus, „dass der Geruch des Rehbratens aus der Küche das Coronavirus vertreibt“. Und so sputete sich der Jagdpächter auch mit seinem Bericht im Gasthaus „Hammerwirt“. Sowohl Osgyan als auch Jagdvorsteher Johann Frischholz sprachen unisono von einem absoluten Vertrauensverhältnis.

„Der Rehwild-Abschuss ist wieder mit links erfüllt worden“, informierte Osgyan und fügten mit einem Lächeln hinzu: „Dabei sind wir alle Rechtshänder.“ Damit meinte er auch seine Söhne Rudolf und Peter als Mitpächter. Zu den 18 Rehen kommen zwei Stück Rotwild, zwei Sika-Spießer – dies führte der Jagdpächter auf das zweite Trockenjahr in Folge zurück –, 15 Füchse und ein Dachs.

„Ein Fischotter ist bei der Bildbuche überfahren worden“, sagte Osgyan noch und erhielt von der Revierleiterin Anna Bruglachner-Zaschka die Bestätigung, „dass es in Sachen Wildschweine nicht ganz so toll war“. Laut Bruglachner-Zaschka „sind sie weniger geworden, auch kommen sie unregelmäßig“. Diese Aussage untermauerte Osgyan mit dem Rückgang der Abschusszahlen in den vergangenen vier Jahren von 21 auf 20, 7 und 10. Als Hauptgrund für die recht scheuen Rehe nannte er den durchwandernden Wolf, jedoch nicht den Luchs.

Am Donnerstag ist bei der Jagdgenossenschaft eine Ära zu Ende gegangen. Johann Frischholz und Kassier Rudolf Frischholz haben nämlich ihre Ämter in jüngere Hände gelegt. Für das großartige Engagement seit 1984 gab es dafür von Osgyan einen Brotzeitkorb.

Neuer Jagdvorsteher ist mit Stefan Frischholz nun der Sohn des bisherigen Amtsinhabers. Zum Nachfolger des bisherigen Stellvertreters Johann Striegl wählten die Jagdgenossen Andreas Schreier. In die Fußstapfen von Rudolf Frischholz als Kassier tritt Christina Prem, während Rita Völkl weiterhin Schriftführerin ist. Als Beisitzer fungieren noch Rudolf Frischholz und erneut Johannes Maurer.

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