14.06.2020 - 16:49 Uhr
Neuhaus an der PegnitzOberpfalz

Brand in Neuhaus: Drei Menschen aus dem Rauch gerettet

"Ein paar Minuten später, und die Situation wäre weit schlimmer gewesen", so fasst der Neuhauser Kommandant die Geschehnisse vom Sonntagmorgen zusammen: Drei Personen wurden aus einem brennenden Gebäude von Ersthelfern gerettet.

Mit der Drehleiter bekämpften die Wehren den Wohnhausbrand.

Es war kurz vor sieben Uhr, als ein gewaltiger Donnerschlag eines kurzen Gewitters die Bewohner Am Ligusterweg und in der Umgebung aufschreckte. Als auch der Strom ausfiel, bemerkte ein Handwerker am Nachbargebäude eine Rauchentwicklung. Sofort wurde die Feuerwehr gerufen.

Brand im Dachstuhl

Ein weiterer Nachbar eilte, um die älteren Personen im Gebäude aufmerksam zu machen, und geleitete eine Dame nach draußen. Als drei Minuten nach Feuerwehralarm mit dem "Helfer vor Ort" die erste Einsatzkraft eintraf, drang bereits dichter Rauch aus dem Dachstuhl.

Noch immer waren zwei Personen im brennenden Haus in der Siedlung. "Wir haben eine Dame kurzerhand auf den Rollator gesetzt und zum Nachbarn gefahren", so einer der Ersthelfer. Da das Erdgeschoss noch rauchfrei war, war dies ohne weiteres möglich. Aufgrund der ersten Lagemeldung, dass sich noch Personen im Inneren aufhalten, wurde Großalarm für die Feuerwehren und Rettungsdienste im weiten Umkreis ausgelöst.

Aus allen drei Landkreisen rollten die Fahrzeuge mit den Helfern Richtung Neuhaus. Inzwischen kämpfte sich ein Neuhauser Angriffstrupp im Dachboden gegen die Flammen vor. Sie wurden von weitern Kameraden aus Neuhaus und Velden unterstützt.

Die Königsteiner Atemschutzgeräteträger standen in Bereitschaft. Gleichzeitig brachte die Auerbacher Feuerwehr ihre Drehleiter in Stellung. Sie arbeiteten daran, im Außenangriff dem Feuer Herr zu werden. Durch die konzertierte Aktion war der Brand zügig unter Kontrolle und die Gefahr einer Durchzündung gebannt. Die Arbeit der knapp 110 vor Ort befindlichen Aktiven hatte sich gelohnt. Während der Löscharbeiten kümmerten sich Rettungskräfte von ASB und BRK um die Personen, die zum Zeitpunkt des Brandes im Gebäude waren, und standen zur Absicherung der Feuerwehr bereit.

Der Notarzt aus Sulzbach-Rosenberg - er war einer von den drei alarmierten - versorgte die Betroffenen. Der Rettungshubschrauber konnte ebenso abdrehen wie weitere Einheiten aus den Landkreisen Nürnberger Land, Amberg-Sulzbach und Bayreuth. Der Einsatzleiter des Rettungsdienstes zählte dennoch 30 Helfer im Einsatz.

Haus nicht mehr bewohnbar

Trotz der erfolgreichen Arbeit der Feuerwehren ist das Haus nicht mehr bewohnbar. Kriminaldauerdienst und eine Streife der Polizei Hersbruck hatten vor Ort noch die Ermittlungen aufgenommen. Den Bewohnerinnen, die auch Bürgermeister Josef Springer aufsuchte, konnten unkompliziert Unterkünfte besorgt werden. Der Schaden wird auf 100 000 Euro geschätzt.

Da die Feuerwehr auch das Dach öffnen musste, wurde nach den Löscharbeiten mit Planen provisorisch eine Sicherung und Abdeckung angebracht. Bei der Nachbesprechung des Einsatzes stellte der Neuhauser Kommandant äußerst zufrieden fest: "Die fehlenden Übungen durch die Coronalage hatten sich nicht bemerkbar gemacht".

Die Atemschutzträger hatten viel zu tun bei dem Einsatz.
Dichter Rauch dringt aus dem Wohnhaus.
Mit einer Plane musste das geöffnete Dach abgedeckt werden.
Der Schaden am Gebäude wird auf etwa 100 000 Euro geschätzt.

Spezialkräfte rückten am Sonntag in Regensburg aus

Regensburg
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