Neuhaus/Windischeschenbach
24.09.2018 - 10:32 Uhr

Bayrische Klänge und Damenwahl am Schafferhof

Drei Musikgruppen auf verschiedenen Bühnen auf dem Schafferhof unmöglich? Nicht bei der Bayerischen Nacht. Und die begeistert die besucher mit bodenständiger Volksmusik, Witz und jede Menge Unterhaltung.

von KRB
Bild: krb

(krb) „Na setzts eich ner her“, dröhnte es von der Bühne. Und das taten die zahlreichen Besucher, die ihre Stühle in der Tenne und im Stodl enger zusammenrückten. In jedem der Gebäude war eine Bühne aufgebaut, auf der jeweils eine Gruppe rund eine Stunde mit stimmungsvoller Musik unterhielt. In der Tenne startete das Trio Collegio aus Neumarkt. Drei Kollegen der Musikschule haben sich zusammengeschlossen und musizieren seit 1995 zusammen. Basszither, Diskantzither, Flöten und Gitarre zeichnen die traditionellen Volksmusiker aus. Das Trio begeisterte mit dem "Schottischen" aus Neumarkt ebenso wie mit dem "Goasbock-Schottischen" oder der irisch angehauchten "Keltenlandler". Beinahe auf die Sekunde genau brachen sie die „3-Minuten-Polka“ ab. Anschließend spielten die Musiker mit dem Oberpfälzer Volkslied „Mia tuat as Mai wöi“ auf, eine Anlehnung an Frank Sinatra und sein „It´s my way“. Natürlich erzählten sie Geschichten und rissen Witze. Mit der "Nandl-Polka" verabschiedeten sich die drei und wechselten in die Scheune.

Zur gleichen Zeit hatten die "Zwoa Schneidig´n" mit Christian Müller aus Waldkirch und Manfred Wild aus Eslarn ihren Auftritt in der Scheune - zwei wahre Originale mit ihrer Quetschn und dem Horn. Sie sind in der Oberpfalz bekannt wie das „saure Bier“. Ihr trockener Humor, die Interpretation der Lieder und die Witze sind ein Markenzeichen des Duos. „Damenwahl“ war angesagt, doch die Mädels hielten sich an diesem Abend dezent zurück. Da wurde vom Bubikopf gesungen, vom Paradies und vom Schnupftabak. „Und was gibt’s heut Abend zum Essen“, einhellig kam es aus dem Publikum: „Rehragout“. Und beim „Morgenrot – ach die alte Sau ist tot“ durfter jede mitsingen, so gut er kannte. Zum Abschluss gab es auf Wunsch aller das "Hehnerauchlied".

Die "Tanngrindler Musikanten" aus Hemau sind seit mehr als 40 Jahren weit über die Grenzen der Oberpfalz hinaus bekannt und gehören zu den bekanntesten Blaskapellen in Bayern. Selbst auf der „Alten Wiesn“ spielen sie für ein paar Tage. Ihr Repertoire umfasst Oberpfälzer und Altbayerische Musik, zahlreiche Zwiefache, Couplets, Polkas und Walzer. „Kou hot glcht, da Ochs hot glacht und da Bumml a“ - bereits ab dem ersten Stück herrschte beste Stimmung. Der "Hemauer-Zwiefache" kam genauso vor wie der "Kaiserjäger" oder ein "Bayerischer Landler". Sie gaben den "Fensterputzer Kare" und den K"larinettenmuggl" zum Besten. Die acht Vollblutmusikanten verstanden es ausgezeichnet, den Geschmack des Publikums zu treffen und immer zum Mitmachen einzuladen. So verging die Zeit wie im Flug und es war weit nach 22 Uhr, als die Musikanten die letzten Töne spielten.

Schneidige Bild: krb
Schneidige
Tann1 Bild: krb
Tann1
Tann2 Bild: krb
Tann2
Tann3 Bild: krb
Tann3
Trio Bild: krb
Trio
Trio1 Bild: krb
Trio1
 
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