Wenn die „Tanngrindler Musikanten“ und die „Bauernseufzer“ im Schafferhof ihr begeisterndes Programm darbieten, gibt´s auch eine neue Hygieneregel. „3 g plus“ – „g'spuilt“, „g'sunga“, „g'suffa“ und „g'lacht“ und alles dann „fuxdeifelswild“. So war das Programm überschrieben. Los ging es mit dem Bayerischen Defiliermarsch, mit dem die „Tanngrindler Musikanten“ mehr als deutlich das Zeichen setzten, dass an diesem Abend echte Volksmusik zu hören war. Schottisch, Zwiefach – die „Tanngrindler Musikanten“ beherrschen die Blasmusik einmalig. Und der Leiter Frieder Roßkopf stellt dann gesanglich fest, dass „überall Hoderlumpen rum laffa“.
Die „Bauernseufzer“ aus Deining begeisterten mit Couplets und Liedern, die so das Zusammenleben von Menschen beschrieben, und gaben der Bayernhymne einen neuen Text. „Geld mit dir, du Land der Bayern“, begann es und endete mit „bald in Farben grau in grau“. Mit diesem neuen eigenen und kritischen Text nahmen Markus Moosburger, Crissy Simon und Stefan Brock die Entwicklung Bayerns und das Verschwinden der Natur, das unbegrenzte Wachsen von Beton gesanglich unter die Lupe. Weil die „Bauernseufzer“ oft in Wirtshäusern auftreten, sprachen sie bei ihrem Lied vom „Wirtshaussterben“ auch wieder die Wahrheit an. Und sie sangen zur Umwandlung von Bauernwirtshäusern im besten Reim „oh Mama mia, oh Mama mia, schon wieder eine Osteria“.
Köstlich war auch Daniela Scheuerer, die Klarinettistin der „Tanngrindler Musikanten“ im Duett mit Crissy Simon bei der Suche nach einem Mann im Internet. Die Besucher waren sichtbar begeistert und klatschten begeistert Beifall nach jedem Lied. Und am Schluss kam so stürmerischer Applaus, dass die Zugabe einfach kommen musste. Kein Zuhörer wäre „fuxdeiflswild“ geworden, wenn dieser Abend noch länger gedauert hätte.























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