Fohlen braucht einen Namen

Munter springt das Fohlen auf der Weide herum. Bernhard Käß verfolgt stolz die fröhlichen Hüpfer der kleinen Stute. Der Züchter versucht alles, um die vom Aussterben bedrohten Rottaler-Pferde zu retten. Weltweit gibt es nur noch 80 Tiere.

Einen Namen hat das Fohlen noch nicht, dennoch ist es der ganze Stolz von Züchter Bernhard Käß. Neugierig blickt die kleine Rottaler-Stute in Kamera. Mama "Miss Ellie" nimmt den Fototermin gelassen.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

(mic) Am 20. Mai kam das Fohlen zur Welt. Die Mutter „Miss Ellie“ (15 Jahre alt) und der Vater „Lucanus“ (8) befinden sich beide im Besitz von Käß, stehen allerdings in zwei verschiedenen Ställen. „Bei uns herrscht Geschlechtertrennung“, erklärt er. „So ist es ruhiger im Stall.“ Während die Stuten am Lindenhof untergebracht sind, stehen seine beiden Hengste bei seiner Firma in Neuhaus, wo er einen neuen Stall gebaut hat.

Obwohl das Fohlen schon einige Wochen alt ist, hat es immer noch keinen Namen. Irgendetwas mit dem Anfangsbuchstaben M sollte es sein. „Stutfohlen werden nach der Mutter benannt, Hengstfohlen nach dem Vater“, erklärt Bettina Schieder, deren Leidenschaft ebenfalls den Rottalern gilt. „Motte“ sei schon im Gespräch gewesen, „Maica“ auch, aber so heiße die Großmutter. „Uns wird schon noch etwas einfallen“, sind sich Käß und Schieder sicher. Das noch namenlose Fohlen befindet sich in bester Gesellschaft. Der Förderkreis der Rottaler Pferdefreunde freut sich 2018 über insgesamt fünf Stutfohlen. Nachwuchs gibt jeweils in Ober- und Niederbayer sowie in Franken. Zwei Fohlen sind in der Oberpfalz geboren.

Die Rottertaler Pferdefreunde bereiten sich aktuell auf ihre Zuchtschau im August vor, die in der Reitanlage Aufroth bei Straubing stattfindet. Dort werden die Fohlen den Richtern vorgestellt, registriert, gechipt und mit einem Brandzeichen versehen. Außerdem bekommt jedes Pferd einen Pass, in dem das Tier detailliert beschrieben wird. Dort werden auch Impfungen und die Erlaubnis anTurnieren teilnehmen zu dürfen eingetragen. Der Förderkreis muss diese Veranstaltung beim Pferdezuchtverband anmelden.

Für 2019 liebäugeln Bernhard Käß und Bettina Schieder, dass Ereignis in die Oberpfalz zu holen. „Höchstwahrscheinlich wird die Zuchtschau dann im Freilandmuseum Neusath stattfinden“, hofft Schieder.

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