30.04.2020 - 11:10 Uhr
Neuhaus/WindischeschenbachOberpfalz

Die "Pfadihütte" kommt ins Haus

Wenn die Kinder nicht in die Pfadihütte kommen können, kommt die Pfadihütte zu den Kindern nach Hause. Das Echo ist auf beiden Seiten groß. Und so haben die Hütten-Redakteure gerade Nummer Vier des „Pfadihütten-Echos“ ins Netz gestellt.

Wegen Corona einzeln fotografiert und zusammen montiert: das Redaktionsteam des "Pfadihütten-Echos", Chefredakteurin Bettina Wolf und die beiden Stammesvorsitzenden David Kreinhöfner (links) und Thomas Neugirg.
von Gabi EichlProfil
Ein Ausschnitt aus der aktuellen Ausgabe des "Pfadihütten-Echos": eine Anleitung zum Masken-Nähen.

Pfadfinder müssen in Krisenzeiten erfinderisch sein. Die Don-Bosco-Stammesvorsitzenden geben seit den Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen im Zug der Corona-Krise für ihre 120 Mitglieder ein „Pfadihütten-Echo“ heraus. Wie uns Thomas Neugirg, einer der beiden Stammesvorsitzenden und Neffe des Feierwehrkapelln-Neugirg, am Telefon erzählt, habe man sich in der Leiterrunde überlegt, was man tun könne, damit den jungen Mitglieder zu Hause nicht sterbenslangweilig wird. Und da hatte Bettina Wolf die Idee, ein Magazin zu gestalten mit Spielen, Rätseln, Informationen zu Natur und Umwelt, Bastelanleitungen. Vier Ausgaben des Pfadihütten-Echos gibt es schon, online zum Herunterladen auf [http://pfadfinder-neuhaus.de]. Eine liebevoller gemacht als die andere.

Bettina Wolf ist den Worten Neugirgs zufolge so etwas wie die Chefredakteurin des kleinen Journals. Sie sammle die Ideen, recherchiere, schreibe und kümmere sich um das Layout. Letzteres sieht außerordentlich professionell gemacht aus. Kein mühsam zusammengeschustertes Vereinsblättchen voller Rechtschreibfehler und verwaschener Bildern, sondern ein sehr schön gemachtes Online-Magazin, das in kleiner Auflage auch als Druckversion verteilt wird, das in erster Linie aber zum Herunterladen gedacht sei, sagt Neugirg.

Die Inhalte recherchiere Wolf im Netz, sofern es keine Eigenproduktionen seien. Neugirg und David Kreinhöfner, die beiden Stammesvorsitzenden, unterstützen Wolf bei der Themenauswahl und den Gewinnspielen, lesen gegen und Korrektur und kümmern sich um die Veröffentlichung.

Grinsende Spinne als Maskottchen

Das Maskottchen des Pfadihütten-Echos ist eine grinsende Spinne, die durch das Magazin führt und Kommentare zu den Aufgaben, Rätseln und Anleitungen abgibt.

In der jüngsten Ausgabe des „Pfadihütten-Echos“ lernen die Leser auf insgesamt sechs Seiten, was ein Blick auf die Wolken über das bevorstehende Wetter verrät. Ein Lilien-Malkurs - die Lilie ist eines der zentralen Symbole der Pfadfinderbewegung - ist kombiniert mit einem Gewinnspiel: „Die Sippe, von der die meisten Bilder eingehen, erhält einen fetten Eisdielengutschein, mit dem für die ganze Sippe Eis bis zum Gehirnfrost rausspringt!“

Außerdem gibt es ein Rezept für Stockbrot am Lagerfeuer, das man auch im Garten zu Hause ausprobieren kann, eine Anleitung, Tomaten und Erdbeeren zu züchten, und - ganz aktuell - eine bebilderte Anleitung zum Selbernähen einer Mund-Nasen-Maske.

Erinnerung an die Legende Yps

Das „Pfadihütten-Echo“ des Neuhauser Stamms ist selbst für Erwachsene interessant. Würde es im Zeitschriftenladen mit Regenwurm-Eiern in einem Tütchen dazu verkauft, wäre der Nachfolger des legendären Yps-Magazins geboren, dem auch schon einmal Urzeitkrebse als Gimmick beilagen.

Das Online-Magazin wird laut Neugirg vorerst so lange produziert, so lange die Schulschließungen anhalten.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.