Auf der Bühne des Schafferhofs brachten der bayerische Schauspieler und ehemalige Intendant der Luisenburgfestspiele, Michael Lerchenberg und seine Partner, der Musiker Florian Burgmayr und Schauspieler Moritz Katzmair, den vielen Zuschauern die Werke Valentins näher. Das Trio zeigte bei „Sturzflüge im Zuschauerraum“, welch witzigen Versagensängste den Hypochonder Valentin auf der Bühne beschäftigten – Chaos pur von der ersten bis letzten Minute. S
Mancher Besucher war wegen dem bekannten Theatermacher und Schauspieler Lerchenberg gekommen. Neben Lerchenberg lief Katzmair zu Höchstform auf, und nach Rückfragen hinsichtlich der Bekanntheit des Schauspielers beim Nachbarn in der Pause stellte so mancher Unwissende fest, dass er bei der Eberhofer-Verfilmung „Dampfnudelblues“ oder im Krimi „Sau Nummer vier“ im Fernsehen zu sehen war. Es dauerte doch einige Zeit, bis sich die Zuschauer an Valentin und dessen Scheitern auf der Bühne gewöhnt hatten. Die Kost mit Pleiten, Pech und Pannen war teilweise schwer zu verdauen.
Lerchenberg streute zwischen die Szenen und Einakter immer wieder Erklärungen hinsichtlich des Lebens und Schaffens von Valentin ein und rief dabei mehr Verständnis für „Sturzflüge im Zuschauerraum“ hervor. Letztendlich waren die Besucher vom intensiven Spiel und „unmöglichen Valentintheater“ hellauf begeistert. Den Akteuren gefiel sichtlich die Nähe zum Publikum. So marschierten Lerchenberg und Katzmair als mehr oder weniger kompetente Elektriker beim „Der reparierte Scheinwerfer“ direkt in die Reihen. Dabei zeigten sie, wie Valentin damals mit seiner Partnerin Liesl Karstadt die Problematik einen defekten Scheinwerfers in Griff den bekommen hatten. „Wir haben den defekten Scheinwerfer repariert und der daneben brennt!“
Besonders beim Einakter „Der Theaterbesuch“ zeigten Lerchenberg und der wandlungsfähige Katzmair, mit welch unglaublich schauspielerisch-komödiantischem Talent sie die Vorgaben von Valentin umsetzen und das Publikum vorzüglich unterhielten. Orchesterleiter Burgmayr rief bei den Orchesterszenen seine Mitspieler immer wieder auf: „Sammas? Wir werden nicht fürs dumme Daherreden bezahlt sondern für die Musik.“ Die drei Protagonisten spielten inklusive Notenblätterchaos schräge Musik auf Flügelhorn, Tuba oder auch Trompete.













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