Alles aus der Natur

Die Natur bietet wunderbare Stoffe, die von Kopf bis Fuß verwöhnen. Gertie Kreuzer präsentiert beim Katholischen Frauenbund in Neukirchen zu St. Christoph Salben und Tinkturen.

Frauenbund-Vorsitzende Julia Helgert (rechts) macht gerne mit. Gertie Kreuzer sieht ihr aufmerksam zu.
von Josef PilfusekProfil

„Wer nicht gern zu Fertigprodukten greift, kann ohne großen Aufwand Pflegemittel selbst herstellen“, sagte Kreuzer im Workshop des Katholischen Frauenbundes am Samstag im Pfarrheim. Dabei wies die Staatlich zertifizierte Kräuterpädagogin hin: „Es werden ausschließlich natürliche Zutaten verwendet.“ Laut Kreuzer sind die heilenden Salben und Tinkturen zur natürlichen Behandlung von Beschwerden, wie Hautproblemen, Wunden, Schmerzen oder Verspannungen, geeignet.

Beispiele gab es beim kurzweiligen Nachmittag in Hülle in Fülle. Das Johanniskraut-Rotöl etwa kann äußerlich bei rheumatischen Schmerzen, schlecht heilenden, entzündeten Wunden oder bei leichten Verbrennungen angewendet werden. „Es wirkt entzündungshemmend, beruhigend und antimikrobiell“, erläuterte die Referentin. Mit den Teilnehmerinnen stellte sie außerdem Bodybutter, eine Spitzwegerich-Tinktur, eine Lippenpflege oder ein Peeling her. Dazu kamen ein Wiesenbalsam – zum Beispiel mit Salbei, Wegerich, Ringelblumen, Gänseblümchen, Schafgarbe und Labkraut – oder eine Pappsalbe.

„Diese hat schon im Altertum der berühmte Arzt Galen empfohlen“, ließ Kreuzer wissen, „Sie hilft gegen Hauptprobleme und lindert Beschwerden am Bewegungsapparat.“

Dafür verwendet sie 10 Gramm Schwarzpappelknospen, 250 Milliliter Olivenöl und 25 Gramm Wachs. Die Herstellung: Pappelknospen klein schneiden, mit Olivenöl erhitzen und dann ca. eine Stunde ziehen lassen oder die Pappelknospen mit Öl ansetzen, mindestens vier bis sechs Wochen stehenlassen und immer wieder schütteln. Das Öl filtrieren, gut auspressen und erneut in den Top geben. Wachs hinzufügen und erwärmen, bis es schmilzt, und die Salbe in Tiegel füllen. „Die Pappelsalbe ist etwa sechs Monate haltbar“, sagte Kreuzer, die am Ende viel Beifall erhielt.

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