12.07.2020 - 16:53 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Gemeinschaftsversammlung Neukirchen: Unschätzbare interkommunale Zusammenarbeit

Bei der konstituierenden Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen verabschiedete Zweiter Vorsitzender Roman Berr den ausscheidenden Verbandsrat Herbert Pilhofer (links) und Winfried Franz (rechts).
von Wolfgang BerndtProfil

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden so weiterführen wie bisher, ist die Zielsetzung des neugewählten Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Bürgermeister Peter Achatzi, der nach den Neuwahlen in der Gemeinschaftsversammlung in der Sporthalle in die Fußstapfen des bisherigen Amtsinhabers Winfried Franz trat. Ihm zur Seite steht der Bürgermeister der Gemeinde Etzelwang, Roman Berr, der dieses Amt auch in der vergangenen Wahlperiode ausübte.

40 Jahre Bestand

Leider wurde es versäumt, 2018 das 40-jährige Bestehen der Verwaltungsgemeinschaft gebührend zu feiern, zu dem die Gemeinden Etzelwang, Neukirchen und Weigendorf gehören, bedauerte Roman Berr. Grund dafür hätte es genügend gegeben, denn die Verwaltungsgemeinschaft sei mehr als wie ein Verbund verschiedener Gemeinden. Doch in der Öffentlichkeit führe die VG oftmals ein stiefmütterliches Dasein und werde ausschließlich als Dienstleister für Behördentätigkeiten war genommen. Zwar gehöre auch dieser Bereich zu den Aufgaben der Verwaltungsgemeinschaft, doch die interkommunale Zusammenarbeit sei unschätzbar. Viele Probleme können einzelne Gemeinden alleine nicht lösen, sondern seien auf den Verbund mit Nachbargemeinden angewiesen, wie beispielsweise beim Breitbandausbau.

Auch könne ein größerer Verbund gegenüber politischen Einrichtungen wie dem Landkreis, dem Freistaat Bayern und dem Bund mehr Einfluss ausüben. Auch wenn es in der 42-jährigen Geschichte der VG, die im Landkreis Amberg-Sulzbach zu den ältesten Einrichtungen dieser Art gehört, in verschiedenen Fragen unterschiedliche Meinungen gab und hart diskutiert wurde, die Vertreter der Gemeinden argumentierten sachlich. Dies bilde eine gute Grundlage zur weiteren Zusammenarbeit. Um Synergien besser nutzen zu können, habe man ein Gutachten erstellen lassen, dessen Ergebnisse in die alltägliche Arbeit bereits eingeflossen sind und noch besser genutzt werden sollten. "Wir haben ein Auto geschaffen, jetzt komme es darauf an, damit zu fahren", resümierte Roman Berr.

Der aus dem Amt als langjähriger Vorsitzender ausgeschiedener Winfried Franz hat sich um das Anliegen der Verwaltungsgemeinschaft große Verdienste erworben, stellte Berr anerkennend fest. Neben anstrengenden Zeiten, gab es auch Zeiten, die Spaß gemacht haben, gab Winfried Franz zu. Entscheidend dazu beigetragen habe die konstruktive Zusammenarbeit mit den Verbandsräten und die Unterstützung durch die Beschäftigten mit den Geschäftsführerinnen Ingrid Plickert und Kerstin Brüning an der Spitze.

Lobende Worte wurden ebenfalls dem ausscheidenden Verbandsrat Herbert Pilhofer zuteil. Regularien, wie Bekanntgaben und die Bestellung von Standesbeamten bildeten den Abschluss des öffentlichen Teils der Verbandsversammlung

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