22.06.2020 - 16:49 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Junglandwirt im deutschen Finale

Er hat es schon zum zweiten Mal geschafft: Leo Rösel aus Neukirchen hat sich in der Kategorie Junglandwirt wieder für den Ceres-Award qualifiziert. Er zählt damit bereits jetzt zu den 30 besten Landwirten im deutschsprachigen Raum.

Leonhard Rösel wartet jetzt auf den Besuch der Jury auf seinem Hof.
von Joachim Gebhardt Kontakt Profil

Ob er am 28. Oktober in Berlin beim "Oscar der Landwirtschaft" mit dem Sieg in seiner Kategorie ausgezeichnet oder sogar zum "Landwirt des Jahres" gekürt wird, entscheiden fachkundige Juroren, die alle Kandidaten auf ihren Höfen besuchen.

Schon 2016 dabei

Leo Rösel ist stolz darauf, seine Umwelt aktiv und nachhaltig mitgestalten zu können. Und das lebt der 30-Jährige voll aus. Schon 2016 war er einer von drei Finalisten als Energielandwirt des Jahres beim Wettbewerb des Deutschen Landwirtschaftsverlages. Im Ackerbau legt er besonderen Wert auf Humusaufbau und Bodenfruchtbarkeit. Chemischen Pflanzenschutz reduziert er auf ein Minimum.

Als Agrarscout aktiv

Die von ihm betriebene Biogasanlage füttert er bereits seit Jahren mit blühenden Zwischenfrüchten. So hat er in den letzten Jahren immer weniger Mais eingesetzt.

Die Abwärme der Biogasanlage nutzt er schließlich zum Trocknen der Holzhackschnitzel, mit denen er seine Kunden mit Heizmaterial versorgt. Das Ganze zeigt er jedem, der es wissen will, vor Ort auf dem Hof und als Agrarscout oder in digitaler Form über Instagram, Facebook und als Hofheld-Blogger. Leo Rösel aus Pilgramshof bei Neukirchen hat es nun dank seinem Umweltschutz mit System und seiner digitalen Präsenz auf diversen Plattformen im Internet in das Finale der internationalen Ausschreibung geschafft. Der Ceres-Award beinhaltet die Prämierung zum "Landwirt des Jahres". Das ist die höchste Auszeichnung in der Landwirtschaft.

Lob vom Chefredakteur

Zum siebten Mal wird die Ehrung von "agrarheute" vergeben, der führenden Fachmedienmarke im Agrarbereich aus dem Hause dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag.

Simon Michel-Berger, Chefredakteur von "agrarheute", zollt der Branche großen Respekt: "Landwirte sind daran gewöhnt, mit schwierigen Situationen umzugehen. Gerade in der Corona-Krise zeigt sich, wie wichtig ihre Bodenständigkeit, ihr Unternehmergeist und ihre Leidenschaft sind, um die Versorgung der Gesellschaft zu sichern."

Chance für junge Leute

Entscheidend sind dabei nicht nur Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern auch wirtschaftliche Ergebnisse und die Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft."

Leo Rösel selbst freut sich über die erfolgreiche Nominierung: "Ich bin sehr stolz darauf, Finalist beim Ceres-Award sein zu dürfen. Besonders in der Kategorie Junglandwirt, denn damit will ich zeigen, dass Landwirtschaft für junge Leute eine echte Chance ist und diese Branche in Deutschland große Bedeutung hat."

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Der Ceres-Award:

Elf Einzelkategorien

Mit 10 000 Euro werden Landwirte und prämiert, die sich mit Kreativität, Engagement und fachlicher Expertise in einem herausfordernden Umfeld nachhaltig behauptet haben. Ausgezeichnet wird die verantwortungsvolle Teilhabe der Landwirtschaft als aktiver Partner der Gesellschaft. In elf Einzelkategorien - Ackerbauer, Biolandwirt, Energielandwirt, Fleischrinderhalter, Geflügelhalter, Geschäftsidee, Junglandwirt, Manager, Milchviehhalter, Schweinehalter und Unternehmerin - werden Sieger gekürt. Aus allen Kategoriesiegern wird zudem der "Landwirt des Jahres" oder die "Landwirtin des Jahres" gekürt. Vergeben wird der Ceres-Award nach einem zweistufigen Verfahren. Zunächst wählt eine unabhängige Jury drei Bewerber je Kategorie ins Finale. Aktuell brechen die fachkundigen Juroren auf, um sich vor Ort ein Bild der nominierten 30 Betriebe zu machen und die Landwirte und ihre Familien in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu besuchen. Anschließend wählen sie aus den Finalisten die Preisträger des Ceres-Award aus. Die Sieger reisen mit ihren Familien nach Berlin, um an der feierlichen Preisverleihung am 28. Oktober teilzunehmen.

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