19.08.2019 - 15:52 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Kraftprotze zeigen sich in Neukirchen im Sonntagskleid

Am Samstag gaben Mofas in Neukirchen den Ton an. Einen Tag später übernehmen echte Kraftprotze das Kommando.

Auf geht´s zur Ausfahrt, zuerst durch den Mofa-Cross-Parcours, dann nach Neukirchen und wieder zurück.
von Autor GFRProfil

Fast 150 Anmeldungen lagen für das Schlepper-Treffen vor, das der Gastwirt John Engelhard aus Neukirchen am Tag nach den Mofa-Cross organisiert hatte. Das Interesse galt neben den Traktoren auch den holzverarbeitenden Maschinen, seien es Spalter oder Schredder. Stämme von gut 80 Zentimeter Durchmesser zerkleinern sie binnen Sekunden zu Hackschnitzel.

In Reih und Glied angetreten waren fast 150 Traktoren beim Schlepper-Treffen in Neukirchen.

Zu einem Höhepunkt für Fans wurde das Schlepper-Treffen vergangenen Sonntag auf dem Gelände, auf dem tags zuvor die Mofas drei Stunden nonstop ihre Runden gedreht hatten. Oldtimer, teilweise bis zu 70 Jahre alt, standen in Reih und Glied unter modernen Traktoren, die wahre PS-Monster aus der Kategorie 300 plus sind.

Ein Schlüter aus dem Baujahr 1954, der sein Alter nicht verleugnen kann.

Vereint waren die blassgrünen MAN, die roten Porsche und McCormick, Deutz und Fendt in grün, grau die Eicher oder Kramer und traditionell in blau die Lanz und Hanomag. Fast alle zeigten sie sich herausgeputzt, als hätten sie nie Pflüge oder Hänger ziehen müssen.

Ohne große leistungsstarke Schlepper kommt der Landwirt heutzutage nicht mehr aus.

Zum Schlepper-Treffen gehört eine kurze Ausfahrt, einmal durch den Parcours des Mofa-Cross, dann hinunter bis Neukirchen und wieder zurück zum Festplatz. Was dann gezeigt wurde, war Holzverarbeitung vom Feinsten; Holzverarbeitung mit modernen Maschinen, die den Waldbauern die Knochenschinderei erleichtern.

Kräftige Stämme hinten rein und vorn kommen kleine Hackschnitzel raus. Nur weinige Sekunden arbeitet der Schredder und aus dem Stamm wurde Kleinholz.

Fast 500 PS stark ist der Traktor, mit dem der Schredder angetrieben wurde, der alles schluckt und zerkleinert, was ihm in den Schlund geschoben wird - selbst Stämme mit an die 80 Zentimeter Durchmesser.

Wo sich vor 50 Jahren die Holzknechte abschinden mußten, genügt heute ein kleiner Joystick, um schwere Stämme mühelos zu verladen.

Holzspalter wurden vorgeführt, auch ein Zapfwellen-Brems-Prüfstand der Baywa Sulzbach-Rosenberg. Dann hieß es zentnerschwere Stämme ziehen, den Berg hinauf bis die Räder durchdrehten oder die Schlepper-Leistung am Ende war - und das alles im Fokus interessierter Zuschauer.

Kaum zu glauben, daß mit derartiger Technik vor 70 Jahren Getreide gemäht wurde.
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