23.08.2018 - 18:01 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Neukirchen braucht Bauland

"Der Druck im Kessel ist hoch", sagt der Sprecher der CSU-Fraktion, Peter Achatzi. Und stößt im Gemeinderat Neukirchen auf Zustimmung.

von Wolfgang BerndtProfil

Einigkeit bestand quer durch alle Fraktionen, der Bereitstellung von Bauland Priorität einzuräumen. Allerdings gaben einige Ratsmitglieder in einer Sitzung im Rathaus zu bedenken, dass der Wohnungsbau nicht von der Gemeinde abhänge.

Die Grundlage der Diskussion bildete ein "Bauen in Neukirchen" überschriebener Antrag der CSU-Fraktion. Sie verweist darin auf kontinuierlich sinkende Einwohnerzahlen im Hauptort der Gemeinde. Anfragen von bauwilligen Familien überstiegen das vorhandene Angebot an Bauflächen. "Der Druck im Kessel ist hoch", begründete der Fraktionsvorsitzende der CSU, Peter Achatzi, den Antrag.

Das aktuelle Förderprogramm der Bundesregierung zum Bau oder Erwerb eines Eigenheimes sei bis Ende 2020 befristet. Damit Bauwillige davon Gebrauch machen könnten, müsse die Gemeinde schnell reagieren. Dann könne die Abwanderung junger Familien gestoppt werden.

Achatzi machte sich für die Entwicklung eines Konzeptes stark, um möglichst rasch die Ausweisung und Erschließung von Bauland zu ermöglichen. Bürgermeister Winfried Franz erinnerte an eine Machbarkeitsstudie für eine Wohnbebauung in Neukirchen aus den Jahre 2015/2016. In der Folge sei eine Prioritätenliste festgelegt worden.

Im Gemeinderat herrschte Einigkeit, der Ausweisung von Bauplätzen eine hohe Dringlichkeit einzuräumen. Einige Mitglieder machten aber deutlich, dass der Bau von Wohnungen nicht nur von der Gemeinde abhänge, sondern auch von der Bereitschaft der Besitzer geeigneter Grundstücksflächen, diese zu verkaufen.

Für die Errichtung einer Kinderkrippe in Neukirchen gehen die Planungsaufträge an den jeweils wirtschaftlichsten Bieter. Für die Leistungsphasen 1 bis 3 errechnet sich eine Gesamtsumme von 80 500 Euro. Den überplanmäßigen Ausgaben, die durch Rücklagen gedeckt sind, stimmte der Gemeinderat zu.

Gestalt nimmt derzeit das Baugebiet Lohe an. Stellungnahmen von Behörden und Verbänden seien in die Pläne eingearbeitet worden, informierte Geschäftsführer Siegfried Dettmann von der Anton Steininger GmbH aus Neunburg vorm Wald. Der Zeitplan sehe den Satzungsbeschluss Ende 2018 und die Erschließung bis März 2019 vor. Anschließend könnten die ersten Bauherren loslegen. Es werde schon von Interessierten nach Bauplätzen gefragt.

Den Stand der Baugebiete Bergleite, Bahnweg und Raiffeisengelände stellte Bürgermeister Winfried Franz dar. So solle die Erschließung möglichst im Frühjahr 2019 beginnen.

Die Jahresrechnung 2016 der Gemeinde Neukirchen schließt mit insgesamt 6,2 Millionen Euro ab. Vom Verwaltungshaushalt fließen 580 000 Euro in den Vermögenshaushalt. Für die allgemeine Rücklage bleiben 360 000 Euro übrig; für die Sonderrücklage Abwasser 60 000 Euro zugeführt. Einstimmig billigte der Gemeinderat dieses Zahlenwerk und erteilte dem Bürgermeister für dieses Haushaltsjahr die Entlastung.

Genauso genehmigte er den Verbleib im Beitritt zum Gruppenversicherungsvertrag des Bayerischen Gemeindetages mit dem bisherigen Vertragspartner, der ÖRAG-Rechtsschutzversicherungs-AG in Düsseldorf. Der bisherige Vertrag läuft zum Jahresende aus.

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