Neunburg vorm Wald
10.12.2023 - 10:58 Uhr

43-Jähriger rastet in Neunburger Asylbewerberunterkunft aus

Er war erst am Tag zuvor aus der Haft entlassen worden, dann verpasste er in der Neunburger Asylbewerberunterkunft einem Landmann einen Faustschlag ins Gesicht.

Die Unterstützung der Polizei war bei einem Vorfall im Asylbewerberwohnheim in Neunburg vorm Wald erforderlich. Bild: Friso Gentsch
Die Unterstützung der Polizei war bei einem Vorfall im Asylbewerberwohnheim in Neunburg vorm Wald erforderlich.

Am vergangenen Samstag ging gegen 19.25 Uhr ein Notruf eines Sicherheitsmitarbeiters der Asylbewerberunterkunft in Neunburg vorm Wald bei der Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald ein. Dieser bat aufgrund einer Schlägerei zwischen zwei Personen um polizeiliche Unterstützung.

"Bei Eintreffen der Streife mussten die Beamten feststellen, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen amtsbekannten 43-Jährigen aus Aserbaidschan handelt. Er war erst tags zuvor aus der Haft entlassen worden", teilt die Polizeiinspektion Neunburg mit. Die ersten Befragungen hätten ergeben, dass der Tatverdächtige einem 39-Jährigen Landsmann mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe. Dieser sei dadurch leicht verletzt worden. Bei der Aufnahme des Sachverhalts habe sich der Tatverdächtige aggressiv und uneinsichtig gezeigt. "Er beleidigte die Einsatzkräfte sowie die Sicherheitsmitarbeiter fortwährend mit ehrverletzenden Ausdrücken", teilt die Polizei mit. Zudem sei den Beamten bekannt gewesen, dass der Tatverdächtige in der Asylbewerberunterkunft eigentlich kein Wohnrecht mehr hatte. Nach seiner Haftentlassung sei ihm ein Zimmer in einer anderen Stadt zugewiesen worden. Seine 42-Jährige Begleiterin habe wegen diverser Vorfälle bereits seit geraumer Zeit ein Hausverbot für das Unterkunftsgelände. Trotzdem hätten sich sich im Unterkunftszimmer eines 34-Jährigen Bekannten einquartiert.

Da der 43-jährige Tatverdächtige dem Platzverweis im weiteren Einsatzverlauf trotz mehrfacher verbaler Aufforderung durch die Beamten nicht nachgekommen sei, " musste er schließlich in Gewahrsam genommen werden. Hierbei setzte er sich erheblich zur Wehr, unter anderem versuchte er, die Beamten zu treten und zu schlagen", heißt es im Bericht der Polizei.

"Beim Transport im Streifenfahrzeug schlug er mehrfach mit seinem Kopf gegen die Seitenscheibe. Auch in der Arrestzelle setzte er dieses Verhalten fort, in dem er mehrfach mit dem Kopf gegen die Gitterstäbe schlug. Er musste schließlich aufgrund der vorliegenden Eigen- und Fremdgefährlichkeit in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen werden". Gegen den Tatverdächtigen wird nun wegen mehrerer Straftatbestände, unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Beleidigung ermittelt. Gegen seine 42-Jährige Begleiterin wurde ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung eingeleitet.

 
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