Auf die Verbindung zwischen Astor Piazzolla und dem Cellisten Carlos Nozzi wies Peter Wunder, der Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben, hin, unter dessen Regie das Konzert "Tango Argentino" mit dem hochkarätigen Ensemble "TRIOnfal" im Schlosssaal stattfand.
Susanne Hofmann (Violine) ist Konzertmeisterin und pflegt den Tango als ihr Hobby, erklärte Wunder. Carlos Nozzi (Violoncello) ist Argentinier und ein Meister auf seinem Gebiet. Cesar Gustavo La Cruz kommt aus Lima (Peru), dem Land, in dem der Tango zuhause ist. Alle drei hatten schon Auftritte "auf der ganzen Welt".
Zunächst wurden die Zuhörer Zeugen der Uraufführung der vier Sätze von "Esbozos Latinoamericanos", einem Werk des Pianisten Gustavo La Cruz, das dieser dem Publikum auch erläuterte. "Es gibt zwei Dualitäten in dem Stück, einmal in der Entstehung und dann im Stil", so der Pianist. Die beiden ersten Sätze, Tango Habanera und Scherzo-Habanera, sind um das Jahr 2010 entstanden, die letzten zwei Sätze erst zur Coronazeit im Jahr 2020. Auch wechseln sich Tradition und Moderne in den vier Sätzen ab.
Die Komponistin Judith Brandenburg trat auf die Bühne und stellte ihre "Vier Jahreszeiten" vor. Ihr eindeutiger Favorit sei der Sommer, der sich musikalisch harmonisch und als laue Sommernacht präsentiere. Der Abend wurde mit Astor Piazzollas "Cuatro Estaciones" abgerundet und zeigte die Sicht des großen Meisters auf die vier Jahreszeiten in der Hauptstadt Argentiniens.
Piazzolla verband die Rhythmen des Tangos mit Elementen europäischer Barockmusik. Mit Übergängen von einer wütenden Erregtheit hin zu einer fast erschreckenden Ruhe und Erstarrtheit wird der Puls der Großstadt versinnbildlicht. Nach einer Zugabe wurden die drei Künstler von Peter Wunder mit Wein, und vom Publikum mit viel Applaus verabschiedet.













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