17.06.2019 - 12:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Aiherlhof nun offiziell eingeweiht

In der Filialkirche "Zu unserer lieben Frau" zelebriert Pfarrvikar Pater Binu Kureekattil den feierlichen Festgottesdienst. Von dort sind es nur ein paar Schritte zum neu gestalteten Dreiseithof, den er im Anschluss offiziell einweiht.

Alle Ehrengäste trugen sich in das Goldene Buch vom Aiherlhof ein.
von Helga ProbstProfil
Pfarrvikar Pater Binu Kureekattil segnete den renovierten Dreiseithof in Mitterauerbach. Pfarrvikar Pater Binu Kureekattil segnete den renovierten Dreiseithof in Mitterauerbach.

"Segne alle Menschen, die hier ein- und ausgehen", bat Priester Binu Kureekattil und erbat den Schutz des Heiligen Florian für die Feuerwehrleute bei der Ausübung ihres Dienstes für die Nächsten. Er besprengte die Räume mit Weihwasser und die "Blaskapelle Auerbachtal" begleitete den Gottesdienst und die kirchliche Einweihung mit festlicher Blasmusik.

Fast sieben Jahre hat es gedauert, bis aus dem fast verfallenen Aiherlhof wieder ein schmuckes Anwesen geworden ist. Am Wochenende wurde die Einweihung des Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehauses Mitter- und Oberauerbach mit Musik, guter Laune und vielen Besuchern gefeiert. Die Ehrengäste würdigten die Renovierung des Dreiseithofes als Zeichen von Aufbruch und Optimismus.

Ein "Meilenstein"

Den Festakt mit Grußworten eröffnete Bürgermeister Martin Birner. Die Maßnahme nannte er einen "Meilenstein in der Geschichte des Auerbachtals". "Viele haben jahrelang mit Ausdauer und Engagement darauf hin gearbeitet und viele Generationen werden künftig davon profitieren", war sich der Bürgermeister sicher. Zahlreiche Details seien wirklich beeindruckend. Als Beispiel nannte er die von Mathias Lorenz gesammelten historischen Lampen, die er selbst um- und eingebaut hat. Birner zollte besonders dem Stadtrat Anerkennung, der das Vorhaben auf den Weg gebracht habe. Er dankte allen Fördergebern vom Land, Bezirk und Landkreis, den Mitarbeitern vom Amt für ländliche Entwicklung, dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Architekt, den Bauunternehmern und den Handwerkern für die erfolgreiche Umsetzung.

Die Festrede hielt der ehemalige Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. "Alle Ämter und Ressorts haben hier zielführend zusammengearbeitet", lobte er. Der ländliche Raum sei dadurch für die Zukunft und die Jugendlichen attraktiv gestaltet worden. Er gratulierte zu der gelungenen Maßnahme, die alle im Dorf mitgetragen haben. "Der Gemeinschaftsgeist ist die Grundvoraussetzung für so ein großes Projekt", sagte der Landwirtschaftsminister a.D.. Der revitalisierte Dreiseithof habe dem Ort ein neues Gesicht gegeben und es sei ein kleines Zentrum für Treffen und Feiern entstanden. Zusammen mit allen Ehrengästen trug sich Brunner in einen Bilderband über den Aiherlhof ein.

Lob von allen Seiten

Zur Wiederherstellung des ehemals weitgehend verfallenen Hofes, der Wiedererrichtung der verwahrlosten Scheune und zum stattlichen Neubau des Feuerwehrhauses gratulierte auch Baudirektor Werner Bachseitz vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und sprach seine Anerkennung für das in unzähligen Stunden Geleistete aus. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung für die Initiative und die vorbildliche Umgestaltung des Dreiseithofs überreichte Baudirektor Werner Bachseitz das erste Exemplar einer Broschüre mit der Dokumentation über die örtliche Dorferneuerung. Der Unterstützung seines Amtes, der Stadt Neunburg als Träger, des Landesamtes für Denkmalpflege und der Mithilfe vieler Beteiligter sei es zu verdanken, dass in Mitterauerbach Geschichte lebendig geblieben sei.

Gebietsreferent Raimund Karl vom Bayerischen Amt für Denkmalpflege aus München erinnerte daran, dass für den Schiederhof ein Abbruchantrag vorlag, dem der damalige Landrat Volker Liedtke aber nicht statt gegeben habe. "So feiern wir heute Einweihung eines Vorbildes in vielerlei Hinsicht. Der Schiederhof ist auch ein Lernort geworden", erklärte Karl. Mitterauerbach sei eine schöne Baustelle gewesen, weil "alle an einem Strang gezogen haben". Glückwünsche übermittelte auch der stellvertretende Landrat Joachim Hanisch. Architekt Michael Steidl erinnerte an den erfolgreichen Verlauf der Baumaßnahme und überreichte den symbolischen Schlüssel an Birner. Steidl erhielt großes Lob, da es ihm mit herausragender fachlicher Kompetenz gelungen sei, dem denkmalgeschützten Bauwerk wieder neues Leben einzuhauchen. Steidl dankte besonders dafür, dass die Bauzeit unfallfrei verlaufen ist.

Georg Rieger bedankte sich im Namen der Dorfgemeinschaft bei Birner mit einem T-Shirt vom Aiherlhof für die immerwährende Unterstützung. "Martin du warst immer unser Rettungsanker", sagte Rieger.

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