28.01.2020 - 16:40 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Aktive Truppe für Einsätze und Übungen

Zu 160 Einsätzen ist die Feuerwehr Neunburg im Vorjahr ausgerückt. Vor allem ein deutlicher Rückgang der Fehlalarme schlägt sich in der Bilanz nieder. Heuer freuen sich die Ehrenamtlichen auf ihr neues Löschfahrzeug.

Zur Stelle waren die Aktiven der Feuerwehr Neunburg auch, als am 8. Oktober 2019 ein Wohnhaus in Meißenberg brannte. Insgesamt hatte Kommandant Bernhard Käsbauer 160 Einsätze in seiner Bilanz stehen.
von Redaktion ONETZProfil

160 Einsätze mit insgesamt 2409 Stunden absolvierten die Aktiven der Feuerwehr Neunburg im Jahr 2019. Die 68 Ehrenamtlichen waren bei Brandschutz, technischen Hilfeleistungen und Sicherheitswachen vor Ort. Kommandant Bernhard Käsbauer freute sich vor allem darüber, dass die Fehlalarmierungen um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen waren. Dies sei vor allem der guten Kommunikation mit den örtlichen Firmen zu verdanken, um die Ursachen von falschen Alarmierungen zu klären.

Zu der Auslastung durch die zahlreichen Einsätze kommen für die Feuerwehrleute zusätzlich noch einige Stunden an Übungseinheiten. Auch die Vorbereitung und Teilnahme an Lehrgängen, Wettbewerben und Leistungsabzeichen erfordert Zeit. So richtete die Feuerwehr im vergangenen Jahr einen Lehrgang zur Absturzsicherung aus. Diese Vorbereitung und Weiterbildung sind notwendig, um bei Einsätzen professionell arbeiten zu können.

Kommandant Käsbauer blieb vor allem ein Gebäudebrand in Meißenberg im Oktober des vergangenen Jahres im Gedächtnis oder ein Einsatz beim Eixendorfer Stausee im Februar. Dabei musste auf dem zugefrorenen See bei Nacht ein Vermisster gesucht werden. Erleichtert abrücken konnte die Feuerwehr hingegen bei einem Einsatz im Sommer. In einem Wohnhaus wurde aufgrund eines undefinierbaren Geruchs ein Gefahrengutaustritt befürchtet. Tatsächlich hatte aber nur der Sohn einer Familie Pfefferspray versprüht.

Auch die Jugendfeuerwehr war im vergangenen Jahr sehr aktiv. „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“, resümierte Vorsitzender Georg Schmid. Vor allem der Arbeit der Jugendwarte Toni Seidl und Josef Ettl, sowie dem Einsatz der Betreuer und Hilfsausbilder sei der Erfolg der Nachwuchsgruppe zu verdanken. Die 22 Jugendlichen legten verschiedenste Leistungsprüfungen ab. Zusätzlich veranstalteten sie Aktionen wie die Christbaum-Entsorgung oder sie nahmen am Kreisjugendzeltlager teil. In diesem Jahr werden sechs Jugendliche zu den Aktiven wechseln.

Die Kleinsten werden ebenso an die Feuerwehr herangeführt. Die 2018 gegründete Kinderfeuerwehr „Löschbande“ hat inzwischen 38 Mitglieder. Einmal im Monat treffen sich die Buben und Mädchen zu Gruppenstunden. So übten sie in Zusammenarbeit mit dem BRK Neunburg die stabile Seitenlage oder lernten eine Rettungsgasse zu bilden. Ein Video der Demonstration der Rettungsgasse bei der Schwarzachtalmesse erreichte auf Facebook eine halbe Million Aufrufe.

In diesem Jahr erwartet die Feuerwehr bereits bald der nächste offizielle Termin. Das neue Löschfahrzeug LF20 wird im Januar angeliefert. Beim Florianstag am 2. Mai, soll der Wagen gesegnet werden. Die Übungen an dem Fahrzeug werden wieder einige Stunden in Anspruch nehmen. Denn auch in Zukunft wollen die Feuerwehrleute, gemäß dem Motto „Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, ihr Ehrenamt erfüllen.

Kommandant Bernhard Käsbauer blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück.
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