02.06.2019 - 16:14 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Angeln nach Fördermitteln

Am Eixendorfer Stausee soll eine Erlebnispark entstehen. Geplant ist ein imposanter, begeh- und bespielbarer Fisch und ein kleines Fischerdorf mit Mini-Museum und einem Ruhearareal. Die Kosten werden auf über 300 000 Euro geschätzt.

So soll der begeh- und bespielbare Fisch am Eixendorfer Stausee einmal aussehen.
von Georg Köppl Kontakt Profil

Vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) werden Fördermittel in Höhe von 185 000 Euro in Aussicht gestellt. Ziel des Erlebnisparks ist es, heimische Fischarten pädagogisch wertvoll aufzubereiten.

Das Entscheidungsgremium der Fischereilichen Lokalen Aktionsgruppe (FLAG) "Karpfenland Mittlere Oberpfalz" traf sich, um gemeinsam über das Projekt zu beraten. Bürgermeister Martin Birner stellte das Projekt dem unter Vorsitz von Landrat Thomas Ebeling tagenden Entscheidungsgremium vor. Dieser Steuerkreis diskutiert, bewertet und stimmt über die Befürwortung eines jeden Vorhabens ab.

Da die Ideen möglichst aus den Reihen der Bevölkerung kommen sollen, besteht das Gremium auch mindestens zur Hälfte aus Personen, die nicht aus Behörden oder Rathäusern kommen. Maßgeblich vertreten ist zudem der Fischerei- bzw. Aquakultursektor.

Dem FLAG-Management ist es laut einer Pressemitteilung wichtig, dass Ideen und Vorschläge für Projekte koordiniert und auf ihre Förderfähigkeit hin überprüft werden. Dazu sind viele Kriterien des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) zu erfüllen wie zum Beispiel innovativer Ansatz, Beitrag zur Stärkung des Umweltvermögens einschließlich der Auswirkungen des Klimawandels, Förderung des kulturellen Erbes, Einbindung des Fischerei- und Aquakultursektors.

Das Projekt sollte zudem nicht nur lokal begrenzt sein, sondern Strahlkraft für die ganze Region haben. Hierfür gibt es ein Punktesystem. Die Fördersätze der FLAG wurden in der Mitgliederversammlung des Vereins Regionalentwicklung im Landkreis Schwandorf im Juni 2016 festgelegt. Sie liegen in der Regel bei 70 und bei außergewöhnlichen Vorhaben bei 80 Prozent.

Die Höchstfördersumme beträgt 200 000 Euro. Landrat und Steuerkreis befürworten das Projekt.

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