16.07.2019 - 16:58 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Appetit auf monumentalen Fisch

Einen gewaltigen Fisch hat die Stadt Neunburg für einen Erlebnispark am Eixendorfer Stausee im Visier. Jetzt kann sie auch beim Angeln nach Fördermitteln einen Erfolg verbuchen.

So soll der begeh- und bespielbare Fisch am Eixendorfer Stausee einmal aussehen.
von Monika Bugl Kontakt Profil

"Das Fischen nach Fördermitteln wurde inzwischen von Erfolg gekrönt", meldet Neunburgs Bürgermeister Martin Birner. 185 000 Euro gibt es aus Mitteln des Europäischen Meeres- und Fischereifonds' (EMFF), 300 000 Euro sind insgesamt für den Bau des Fischerlebnisparks am Eixendorfer Stausee veranschlagt. Allerdings ist die Stadt auch in Sachen Infrastruktur gefordert. "Bei der nächsten Stadtratssitzung am 25. Juli wird auch der Bau einer Erschließungsstraße Thema sein", informiert auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien Verwaltungsleiter Georg Keil.

Im Zentrum des Konzepts steht ein monumentaler Fisch: groß genug, um darin - wie Jonas im Bauch des Walfischs - herumzuklettern. Die begehbare Skulptur dient aber nicht nur als Spielgerät, sondern soll auch eine Aussichtsplattform über die Region rund um den See bieten. Vorgesehen ist außerdem ein Ruhe-Areal, und nicht zuletzt soll das Lernen nicht zu kurz kommen. In einem kleinen "Fischerdorf" wird neben einem Spielbereich ein Mini-Museum realisiert.

Familienfreundlich

Ziel des Projektes ist es, regionale Fische und die Fischerei stärker in den Fokus zu rücken. Immerhin sei Neunburg bei den Anglern überregional für seine hervorragenden Möglichkeiten zum Angeln bekannt, meint der Bürgermeister, der bei dem Projekt besonders Familien im Blick hat. "Als familienfreundliche Stadt ist es wichtig, hier immer wieder neue Angebote zu entwickeln", stellt Birner fest. Der geplante Park biete eine "tolle Möglichkeit", um einen Ausflugsort und ein Erholungsgebiet in der Nähe zu schaffen. "Es freut uns sehr, dass dieses seit langem geplante Projekt nun endlich mit Fördermitteln ausgestattet ist und nun in die Umsetzung gehen kann."

Die Weichen dafür hatte ein Steuerkreis gestellt: Landrat Thomas Ebeling als Vorsitzender und die die Fischereiliche Lokale Aktionsgruppe (FLAG) Karpfenland Mittlere Oberpfalz hatten sich für das Projekt eingesetzt, das auf diesem Weg eine Reihe von Kriterien erfüllen musste.

Verlangt waren beispielsweise ein innovativer Ansatz, ein Beitrag zur Stärkung des Umweltvermögens einschließlich der Auswirkungen des Klimawandels, Förderung des kulturellen Erbes und Einbindung des Fischerei- und Aquakultur-Sektors. Außerdem sollte das Projekt nicht regional begrenzt sein, sondern vielmehr Strahlkraft für eine ganze Region haben. Zusätzlich zu Spiel und Spaß soll das neue Ausflugsziel auch viel Wissenswertes über regionale Fische und die Fischerei vermitteln und damit Appetit auf lebenslanges Lernen machen. Über Info- und Schautafeln will man pädagogische Lerninhalte vermitteln.

Passend zum Lehrplan

Schulen und Kindergärten könnte das dazu animieren, einen Besuch des Parks in ihren Lehrplan einzuplanen. Durch das angrenzende Panorama-Hotel mit Restaurant ergebe sich eine ideale Kombination von Erlebnispark und Gastronomie, so die Einschätzung aus Sicht der Stadt, die so den Blick auf die Vorzüge der Heimat lenkt: "In Neunburg vorm Wald können wir mit dem Eixendorfer See ein wunderbares Erholungsareal bieten", davon ist Bürgermeister Martin Birner jetzt schon überzeugt.

In Neunburg vorm Wald können wir mit dem Eixendorfer See ein wunderbares Erholungsareal bieten.

Bürgermeister Martin Birner

Bürgermeister Martin Birner

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