03.04.2019 - 14:32 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Bayernwerk-Chef hält Schirm über "Hussenkrieg"

Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, übernimmt die Schirmherrschaft über die 37. Saison des "Hussenkrieg"-Festspiels. Beim Patenbitten legen Ritter und Hussiten dem Patron sogar ihre Waffen zu Füßen.

Der erste Akt im 37. Neunburger Festspielsommer ist erfolgreich verlaufen: Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Reimund Gotzel (rechts) gibt dem "Hussenkrieg" seine Zusage als Schirmherr. Dafür überreichten Festspiel-Vorsitzender Helmut Mardanow und Bürgermeister Martin Birner (von links) einen hussitischen Streitkolben und eine "Hussenblut"-Kostprobe. Eine große Delegation Festspieler hatte das Patenbitten begleitet.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Satte Fanfarenstöße, Trommelschläge und die Klänge historischer Instrumente erfüllten die Zentrale der Bayernwerk AG in Regensburg, als eine große Delegation des Festspiels "Vom Hussenkrieg" zum ersten Akt in der Theatersaison 2019 anrückte. Mit der Bitte "um Hilf' und Beistand" wandte sich Pfalzgraf Johann (Michael Hellmuth) höchstpersönlich an den "Befehlshaber über das Bayernwerk". Er hoffte, dass Gotzel "alles was er an Fußvolk und Talern aufbringen kann", zu den Aufführungen nach Neunburg schickt.

Um die friedlichen Absichten der prächtig kostümierten und mit Spieß und Schwertern gerüsteten Abordnung zu betonen, ließ Helmut Mardanow, Vorsitzender des Festspielvereins, die Darsteller der Ritter und Hussiten die Waffen vor dem künftigen Patron niederlegen. "Haltet eure starke Hand anno Domini 2019 über unser Burgfestspiel", bat er Reimund Gotzel - "es wird Euch viel Ruhm und Ehre einbringen und großes Vergnügen bereiten", versicherte der Festspiel-Vertreter.

Für die Stadt Neunburg als Veranstalter des jährlichen Festspiels, untermauerte Bürgermeister Martin Birner die Bitte um einen Schirmherr. Mit viel Idealismus, Herzblut und Engagement bringe das Ensemble ein spannendes Kapitel bayerisch-böhmischer Geschichte auf die Bühne. Im Vorjahr habe die Neuinszenierung durch Regisseur Cornelius Gohlke die Handlung um prägnante Akzente erweitert. Für Birner ist das Festspiel "ein guter und wichtiger Botschafter" der Stadt Neunburg.

Gotzel erwarte beim Neunburger Festspielsommer eine verantwortungsvolle Aufgabe. Neben der Sorge um gutes Theaterwetter, sei er damit auch für einen guten Besuch der Aufführungen zuständig. Es gelte, mindestens eine Aufführung zu besuchen, mit den Spielern zu feiern, und auch den Mittelaltermarkt zu besuchen. Seine Worte verband Birner mit einem Dank an das gesamte Bayernwerk-Team für die jahrelange Zusammenarbeit als Kooperationspartner der Stadtwerke.

Als "große Ehre" empfand Reimund Gotzel den Besuch und die Bitte der Festspieler. Er erinnerte daran, dass einer seiner Vorgänger, der Neunburger Peter Deml, vor mehreren Jahren bereits als "Hussenkrieg"-Schirmherr fungierte. Als gebürtiger Lübecker bezeichnete sich Gotzel selbst als "Fischkopf und Zuogroaster", er sehe sich aber mittlerweile tief verwurzelt in der Region und betrachte die Oberpfalz als Heimat. Er sah im Neunburger Festspiel Tradition mit Zukunft vereint, das verbinde den "Hussenkrieg" mit dem Bayernwerk.

"Ich entspreche ihrer Bitte gerne", erklärte Gotzel seine Zusage als Schirmherr, und er werde gerne versuchen, für gutes Wetter zu sorgen. Nicht ganz uneigennützig: "Je mehr Sonne scheint, umso mehr kann per Photovoltaik Strom erzeugt werden." Er freue sich auf seine Aufgabe und bekannte, unbedingt den "Hussenblut"-Likör probieren zu möchten. Den hatte dann Bürgermeister Birner mit in einen Geschenkkorb Neunburger Spezialitäten gepackt, den er als Dank für das Ja-Wort überreichte.

Nachdem der frischgebackene Vorsitzende und Mitarbeiter Maximilian Zängl, Leiter der Unternehmenskommunikation beim Bayernwerk, ebenfalls ihre "scharfen Waffen" (Gotzel) - spricht Smartphones - auf dem Boden abgelegt hatten, überreichte Festspiel-Vorsitzender Mardanow noch die Insignien des Festspiel-Patrons: Einen hussitischen Streitkolben und einen Umhang mit dem Wappen des Pfalzgrafen und dem Kelch-Symbol der Hussiten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.