09.04.2020 - 14:46 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Burgfestspiel "Vom Hussenkrieg" in Neunburg abgesagt

Das Burgfestspiel "Vom Hussenkrieg" in Neunburg vorm Wald gibt es heuer nicht. Genauso wenig wie ein Altstadtfest. Die Entscheidung darüber fällt auffallend früh. Bürgermeister Martin Birner erklärt, warum sie jetzt schon nötig war.

Ein Bild, auf das die Neunburger heuer verzichten müssen. Das Burgfestspiel "Vom Hussenkrieg" findet wegen der Corona-Pandemie nicht statt.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Seit Herbst vergangenen Jahres läuft bereits der Kartenvorverkauf für das Burgfestspiel vom Hussenkrieg in Neunburg vorm Wald. Wer schon eine Karte hat, bekommt jetzt automatisch sein Geld zurück, denn das Spektakel findet diese Saison nicht statt. Das teilt Neunburgs Bürgermeister Martin Birner auf Anfrage von Oberpfalz-Medien am Donnerstagnachmittag mit. "Die Entscheidung ist ganz frisch, die haben wir erst gestern in Absprache mit dem Festspielverein getroffen", sagt er. Doch nicht nur die beliebte Theateraufführung ist gecancelt. Auch das Altstadtfest am 22. und 23. August findet heuer nicht statt. Weil sich Birner sicher sei, dass auch nach Ostern keine Massenveranstaltungen stattfinden werden, wollte er diejenigen, die für den Aufbau zuständig wären, und alle, die Geld mit den Veranstaltungen verdienen wollten, nicht länger auf die Folter spannen. "Irgendwie ist es auch eine Erleichterung, dass nun für alle, die mit den Terminen planen wollten, Gewissheit herrscht", erklärt der Bürgermeister. Die Entscheidung komme so früh, weil er die Veranstalter nicht ins Messer laufen lassen wolle.

Abgesagte Veranstaltungen, eine Situation, mit der man sich laut Birner solange abfinden muss, bis es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. "Selbst wenn einer kommen sollte, dann können wir nicht einfach feiern wie früher, weil es dann auch wieder dauert, bis alle geimpft sind", so Birner. Er orientiere sich an Österreich, das, wie es häufig heißt, mit dem Virus drei Wochen früher dran sei, und wo die Absagen bis in den Juli hinein laufen. Birner: "Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn wir unseren Weihnachtsmarkt durchführen können." Selbst wenn es unwahrscheinlich ist, Birner ist auch für den Fall gewappnet, sollte es im August wieder möglich sein, öffentliche Feste zu halten. "Dann sind wir auch dafür bereit, ein Fest kurzfristig, wenn auch in abgespeckter Version, zu organisieren."

Auch das Ferienprogramm steht auf der Kippe. In den beteiligten Gemeinden wird gerade darüber abgestimmt, wie sie damit in diesem Jahr verfahren wollen.

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