23.01.2019 - 14:53 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Deutlich mehr Einsätze für Aktive

Hinter den Aktiven der Feuerwehr Neunburg vorm Wald liegt ein ereignisreiches Jahr: Die Helfer müssen 2018 zu 192 Einsätzen ausrücken - ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr. Eine andere Steigerung bereitet großen Grund zur Freude.

Georg Schmid (Vierte von rechts.) wurde für 50 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr Neunburg geehrt.
von Helga ProbstProfil

"Im Dienstjahr 2018 war die Freiwillige Feuerwehr Neunburg vorm Wald an jedem Tag und rund um die Uhr in der Lage, Hilfe zu leisten", betonte Kommandant Bernhard Käsbauer bei der Jahreshauptversammlung im Gerätehaus zu Beginn seines Rückblicks auf das vergangene Jahr.

Die Wehr wurde zu 192 Einsätze gerufen, was einen Anstieg um rund 30 Prozent bedeute. Sie untergliederten sich in 30 Brandeinsätze, 81 Technische Hilfeleistungen, 4 Einsätze mit ABC-Gefahrstoffen, 18 Sicherheitswachen, 47 Fehlalarmierungen und 12 sonstige Tätigkeiten.

Bei den Einsätzen, die allesamt unfallfrei verlaufen seien, leisteten die Aktiven 2338 Einsatzstunden, berichtete Käsbauer. "Auffällig war im vergangenen Jahr, dass wir des Öfteren bei mehreren Einsätzen an einem Tag gefordert waren", was die 65 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen aber problemlos gemeistert hätten, lobte der Kommandant.

Besonders freute er sich über die Steigerung des Frauenanteils bei den Aktiven von drei auf zehn engagierte weibliche Einsatzkräfte. Um den Dienst in der gewohnten professionellen Weise zu erfüllen, wurde in 39 Übungseinheiten das vorhandene Wissen vertieft, wobei 2343 Stunden abgeleistet wurden. Daneben fielen auch noch 14 Termine zur Modulen Trupp-Ausbildung an und die Vorbereitung zu Leistungsabzeichen.

Zusammen mit den Sicherheitsgesprächen und Begehungen seien am Ende 5000 Stunden zusammengekommen, rechnete Käsbauer vor. "Für mich eine großartige Leistung. Ich ziehe den Hut vor euch", lobte er seine Mannschaft. Käsbauer dankte dem zweiten Kommandanten Reinhold Stangl, der unverzichtbar sei und ihn mit viel Energie unterstütze, Vorsitzendem Georg Schmid und seinem Stellvertreter Thomas Zimmermann. 2020 werde das neue LF16/12 ausgeliefert, das das vorhandene Fahrzeug ersetzen werde.

Zum ersten Mal berichtete Anton Seidel über seine Arbeit als Jugendwart. Mit der Unterstützung von sechs Betreuern bildete er 19 Jugendliche aus. 124 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 177 Stunden allgemeine Jugendarbeit seien dafür aufgebracht worden. Stolz zeigte sich der Jugendleiter auf 48 bestandene Abzeichen. Mit einer Trinkflasche belohnte er den Einsatz und das Engagement der jungen Truppe.

"Ich bin von eurer guten Arbeit überzeugt", sagte stellvertretender Landrat Jakob Scharf nach den Berichten. "Der Einsatz für den Nächsten steht an erster Stelle, selbstlos und ohne Gegenleistung", bat er darum, dass die Feuerwehren ein Zeichen gegen die vorgefallenen Beleidigungen und Behinderungen bei den Einsätzen setzen müssen.

"Die Berichte zeigen, was ihr leistet", drückte auch Kreisbrandrat Robert Heinfling seinen Respekt für das funktionierende Miteinander aus. Besonders gewürdigt wurde Vorsitzender Georg Schmid, der es auf einmalige 50 Jahre Aktivenzeit brachte. Für so eine lange Zeit im Dienst der Feuerwehr gab es noch keine Urkunde vom Staat, so dass Christa Scheitinger eine gestalten musste.

Hintergrund:

Aktive geehrt

Bei der Versammlung wurden zahlreiche aktive Feuerwehrmitglieder ausgezeichnet. 10 Jahre: Florian Ferstl, Harald Klatzka und Christian Palitzsch. 20 Jahre: Martin Süß. 25 Jahre: Michael Kienzl und Stephan Troidl. 30 Jahre: Rudolf Meier. 50 Jahre: Georg Schmid. Verabschieden wurden die ehemaligen Vorstandsmitglieder Manuela Hellmuth, Bernhard Arnold, Florian Binder, Nicole Binder und Stefan Beer. Für Herbert Reiml und Josef Meier endete der aktive Dienstes durch das Erreichen des 65. Lebensjahres.

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