12.04.2019 - 11:33 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

"Digitales Dorf" und sein Ruf

Digitalisierung: Auf diesen Zug springt auch die Akademie Ostbayern-Böhmen auf. Im Jubiläumsjahr legt sie dabei den Schwerpunkt auf die Entwicklung im ländlichen Raum.

Die Digitalisierung war bereits 2018 Schwerpunkt eines Themenabends der Akademie an der OTH Regensburg. Hier erklärt Johannes Meier (links) ein haptisch visuelles Lernsystem für die Chirurgie.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Ein Bildungsangebot nicht nur für Vereinsmitglieder will die Akademie Ostbayern-Böhmen bereitstellen. Heuer wird die Einrichtung mit Sitz in Neunburg zehn Jahre alt. Das Jubiläum war Anlass für eine Bilanz im Neunburger Stadtrat.

"Der ländliche Raum - Herausforderung Digitalisierung" lautet das Schwerpunktthema der Akademie in diesem Jahr. "Wir sind mittendrin in einem kolossalen Wandel, das bedeutet für junge Leute, dass sie sich darauf einstellen müssen", machten Vorsitzender Josef Schönhammer und Programmkoordinator Hans Fischer deutlich.

Es gehe darum, die Stärken der Region bewusst zu machen, und zwar grenzüberschreitend für den Natur- und Kulturraum. Auch die Leistung von Wissenschaft und Wirtschaft soll herausgestellt werden. Nicht zuletzt geht es der Akademie auch um Zukunftsperspektiven. Zwar hatte sich die Akademie in den Anfangsjahren zunächst ausschließlich auf Geologie konzentriert, man habe sich aber bald umorientiert, berichtete der Vorsitzende und verwies auf viele Partner im universitären Bereich: die OTH Amberg Weiden und Regensburg, die Uni Regensburg, die Uni Pilsen, die Technische Hochschule Deggendorf und die Uni Bayreuth. Die Akademie bemühe sich um eine engere Zusammenarbeit mit den Schulen, dafür gebe es nun auch die "junge Akademie". "Es geht uns darum, gemeinsam diesen Raum zu entwickeln", fasste Schönhammer die Ziele zusammen.

Aktuell hat die Akademie 120 Mitglieder, "Tendenz steigend". Schönhammer warb um neue Mitglieder: "Wenn wir es schaffen, in den nächsten Jahren 200 Mitglieder zu bekommen, dann wären wir bei der schwarzen Null und müssten nicht um Spenden betteln", stellte er klar und verwies auf das Budget für Exkursionen oder Broschüren. Dass durch das Engagement immerhin auch die Aktivitäten der Hochschulen "nach draußen" gelangen", merkte Programm-Koordinator Hans Fischer an.

Neben einem Projekttag an einer Nabburger Schule steht als nächstes eine Exkursion nach Pilsen auf dem Programm der Akademie: Am Freitag, 12. April, geht es dabei um grenzüberschreitende Projekte zur Digitalisierung an der Westböhmischen Universität. Für Dienstag, 7. Mai ist ein Themenabend zu "Chancen der Digitalisierung im ländlichen Raum" mit Informatikerin Gudrun Fischer von der TH Deggendorf in der Schwarzachtalhalle geplant, dabei wird auch über das "digitale Dorf" diskutiert. Im nächsten Jahr soll dann das Gesundheitswesen unter die Lupe genommen werden.

"Absolute Zukunftsthemen", kommentierte Bürgermeister Martin Birner das Programm (Infos unter www.akademie-neunburg.de). Die Mitglieder der Akademie hätten das "Pflänzchen" von Gründer Peter Deml weitergeformt und sich zu wichtigen Ansprechpartner entwickelt. Nicht zuletzt zeigte er sich dabei auch dankbar dafür, dass Neunburg als Sitz für diese außeruniversitären Bildungseinrichtung gewählt wurde und gratulierte zum Jubiläum.

Es geht uns darum, gemeinsam diesen Raum zu entwickeln.

Josef Schönhammer, Vorsitzender der Akademie Ostbayern-Böhmen

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