17.03.2019 - 11:57 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Ehrungen und Kampfansage

Bei der Kommunalwahl 2020 werden die Freien Wähler (FW) wieder einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken. Das erfahren die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal "Zum Mappl".

MdL Joachim Hanisch und Vorsitzender Martin Scharf (hinten v. l.) mit den Geehrten der Freien Wähler.
von Helga ProbstProfil

Wie es bei einer Versammlung üblich ist, gab es jede Menge Informationen: Über die Arbeit im Stadtrat oder vom Landtagsabgeordneten Joachim Hanisch etwas über die neuen politischen Zusammenhänge im Landtag. Vor allem aber dürfte für die meisten interessant zu hören gewesen sein: Die Freien Wähler nominieren einen Bürgermeisterkandidaten. Auch Ehrungen standen an.

77 Mitglieder

Kurz vor der Schließung des Vereinslokales "Zum Mappl", fand dort noch einmal die Mitgliederversammlung der Freien Wähler Neunburg statt. Martin Scharf berichtete von seiner Arbeit als Vorsitzender und Fraktionssprecher in Neunburg, seit kurzem auch als Fraktionssprecher der Kreistagsfraktion. Der Verein bestehe momentan aus 77 Mitgliedern, was er bis zur Kommunalwahl noch steigern möchte. Seine Hauptarbeit falle im Stadtrat an, weshalb der Verein etwas zu kurz komme, bedauerte der Stadtrat. 2020 sei er 20 Jahre als Vorsitzender der FW im Amt, deshalb soll ein neuer Leiter gewählt werden. "Es wird Zeit, dass wir ein neues, junges Gesicht voranstellen", sagte Scharf. Neben geselligen Unternehmungen, habe die Fraktion wieder das gut besuchte Preisschafkopfturnier auf die Beine gestellt, dankte er Florian Meier für die Organisation.

Im Hinblick auf die Wahlen im kommenden Jahr sei verstärkt um Kandidaten für die Stadtratsliste gesucht worden. "Wir sind auf einem guten Weg, aber es wären noch ein paar Plätze frei", warb der Vorsitzende um Mitstreiter. Im Mai wird bei einer Klausurtagung ein ansprechendes Wahlprogramm mit neuen Ideen ausgearbeitet. Wer als Bürgermeisterkandidat aufgestellt wird, gab Scharf nicht preis. Der Name fällt erst bei der Nominierungsversammlung im November. "Der Bürger soll eine Wahl haben", begründete Scharf das Vorhaben, auch wenn sich die Freien Wähler keine großen Chancen auf den Chefsessel im Rathaus ausrechnen. Als Ergebnis der guten Zusammenarbeit im Stadtrat sah es Scharf an, dass im neuen Gewerbegebiet in kürzester Zeit ein Gebäude nach dem anderen aus dem Boden gestampft werde. Kritik übte er aber an der zu großen Erweiterung des Rathauses und dass mehrere Mammutprojekte nebeneinander durchgeführt werden.

Hanisch unterstützt

"Die Arbeit im Stadtrat macht mir Spaß und es geht etwas voran", versicherte der Vorsitzende. Auch in Sachen Eixendorfer Stausee und Algenbekämpfung geht etwas voran. Seit 30 Jahren setzt sich Stadtrat Walter Drexler für diese unendliche Geschichte ein. "Jetzt könnten wir den Durchbruch schaffen", erläuterte er ein Verfahren mit einem Oberflächenentnahmeturm, den er in Bautzen entdeckt hat. Lobenswert sei die Unterstützung, die er durch Hanisch erfahren habe, der mit zwei Ministern am Stausee gewesen sei, berichtete Drexler. Der Landtagsabgeordnete schilderte die Zusammenarbeit mit der CSU in München. "Es läuft hervorragend und viel kann erreicht werden", sagte Hanisch.

Ehrungen:

20 Jahre: Sigrid Sochor, Josef Nissl und Martin Scharf

25 Jahre: Angelika Fischer, Regina Reichl, Inge Zimmermann, Irmgard und Georg Demleitner, Franz Deml, Johann Fleischmann, Wolfgang Irlbacher, Johann Janker und Klaus Pitschel

30 Jahre: Hildegard Peither, Walter Drexler, Johann Duscher, Johann Götz und Hans Mehltretter (pko)

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