Neunburg vorm Wald
10.05.2026 - 17:06 Uhr

Festakt zum 50. Geburtstag des Eixendorfer Stausees

Der Eixendorfer Stausee samt Talsperre feiert sein 50-jähriges Bestehen und glänzt als Symbol für Hochwasserschutz, Stromgewinnung und Freizeit. So lief der Festakt ab.

„Unser Jubilar ist 50 Jahre alt geworden und erstrahlt in bestem Licht.“ So beschrieb Mathias Rosenmüller, der Leiter des Wasserwirtschaftsamts Weiden, den Eixendorfer Stausee. Zum Festakt auf dem Parkplatz des ehemaligen Bauhofs mit Blick zum See begrüßte Rosenmüller gut 100 Gäste, von ehemaligen Eixendorfern, die die Verbindung zum See nicht verloren haben, über eine Reihe von Mitarbeitern in verschiedenen Institutionen bis zu den Ehrengästen.

Der Bau der Talsperre, der wegen regelmäßig wiederkehrender Hochwasserereignisse notwendig war, sei für die Menschen, die direkt betroffen gewesen seien, eine große Veränderung gewesen, führte er aus: „Sie mussten ihre Häuser verlassen und sich ein neues Zuhause aufbauen.“ Heute liegen die Vorteile auf der Hand. Neben dem Hochwasserschutz trägt die Talsperre in trockenen Sommermonaten auch dazu bei, extreme Niedrigwasserphasen abzumildern. Die Erzeugung von regenerativem Strom und der hohe Freizeitwert seien besonders in den letzten Jahrzehnten von Bedeutung. Rosenmüller sprach auch von einer „Operation“, die der Patient über sich ergehen lassen musste: den Bau des Entnahmeturms, um dem Problem der Blaualgen im Sommer zu begegnen.

Strom für 800 Haushalte

„Vielen Dank, dass Sie damals Ihre Heimat aufgegeben haben“, sagte Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber in seiner Rede. Auch er sprach sowohl die Vorteile wie die Stromgewinnung für 800 Haushalte und die Freizeitnutzung an als auch die Algenproblematik, die man mit dem Entnahmeturm hoffentlich in den Griff kriege. „Wir brauchen den Nährstoffrückhalt, damit das Leben am See gelingen kann“, so seine Worte. „Ich werbe immer für die Oberpfalz, hier sind viele schöne Orte“, gestand er als Franke.

Landrat Thomas Ebeling hat die Genehmigung des Kraftwerks an der Vorsperre in den zwölf Jahren seiner Amtszeit mitbegleitet und sagte dem Wasserwirtschaftsamt Dank. Seine Hoffnung richte sich auch auf die Verbesserung der Algensituation und damit auf bessere Wasserqualität. Bürgermeister Martin Birner betonte: „Der See ist Teil unserer Heimat geworden, und das Verlassen der Menschen aus ihren Häusern ist Teil unserer Geschichte, die gewürdigt wird.“ Die letzten Jahre seien nicht einfach gewesen, man müsse alle Interessenvertreter und die Behörden unter einen Hut bringen und die Heimat so verändern, dass sich alle wohlfühlen. „Der Entnahmeturm, für den Millionen bereitgestellt wurden, wurde auch wegen des Grundablasses gebaut, ansonsten hätten wir ihn nie bekommen“, ist er sich sicher.

Liege gespendet

Großen Dank richtete er an das ehemalige Stadtratsmitglied Walter Drexler, der sich sowohl im Stadtrat als auch außerhalb stets um den See kümmert. Der Rötzer Bürgermeister Gerhard Hofmann betonte: „Der See ist ein Ort zum Wohlfühlen, wir haben ihn liebgewonnen.“ An die Reden schloss sich der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Neunburg an, den Minister Glauber so kommentierte: „Ich habe noch nie eine so schön gestaltete Seite gesehen.“ Anschließend wurde die von Thorsten Glauber gespendete Liege enthüllt.

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Neunburg vorm Wald20.03.2026
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