Von der ersten Minute an trat "Gery" beim Fredl-Fesl-Abend in Kontakt mit dem Publikum in der Alten Seilerei, die sich als Raum für Kleinkunst hervorragend eignet.
Zu Beginn ging der 51-Jährige aus Hof an der Saale, der sich als gelernter Bäcker, Messebauer, Tennislehrer, Moderator in Oberfranken und jetzt eben als "Fredl Fesler" vorstellte, auf sein Vorbild ein. Als "Tausendsassa" sei Fesl ein Lebenskünstler, der viele Berufe in sich vereint habe. Vom Bühnenschreiner und Schlosser über Bierfahrer und Baggerführer sei er zum "Erfinder des bayrischen Musikkabaretts" geworden.
Das zweistündige Programm, das von den Zuhörern begeistert aufgenommen wurde, lässt sich als "Best-off" bezeichnen, bei dem viele der 180 Lieder aus der Feder von Fredl Fesl originalgetreu zu hören waren. Die Moritat vom Ritter Hadubrand wurde ebenso präsentiert wie der "Anlassjodler" mit den Geräuschen eines Autos und der Erkenntnis: "Ein Auto, das nicht fährt, das ist sein Geld nicht wert." In den "Bibelgstanzln" mit Jodeleinsätzen und der tatkräftigen Unterstützung durch das Publikum ging es darum, Inhalte aus der Bibel allgemeinverständlich darzustellen. Ein Klassiker war auch das "Taxi-Lied", bei dem es in rasanter Fahrt durch Straßen und Ortsteile von München ging.
Gerspitzer brachte das Markenzeichen Fesls, satirisch angehauchte und lustige Liedtexte sowie minutenlange ironische Anmoderationen, bestens auf die Bühne. Ganz seinem Idol gleich, würzte Gerspitzer seinen Abend mit Witzen, Wortakrobatik und amüsanten Schlenkern wie "Die Pause ist dann, wenn mein Bierseidel leer ist." Die Gäste erlebten "endlich mal wieder" einen unvergesslichen humorvollen Abend in gemütlicher Atmosphäre. Es wurden Erinnerungen an Fredl Fesl wach, der bayrische Musikgeschichte geschrieben hat. Ein sympathischer "Liederist" ließ sie wieder aufleben.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.