29.06.2020 - 12:11 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Für Dirt-Bike-Strecke fehlt jetzt noch der Feinschliff

Das Grundgerüst steht bereits, nun geht es an die Feinmodellierung. Im Hochsommer ist Neunburg vorm Wald dann um eine Attraktion reicher: Eine neue Dirt-Bike-Bahn, die es in sich hat.

Das gibt einen Adrenalinschub: Andreas Kibat testet die entstehende Dirt-Bike-Bahn.
von Helga ProbstProfil

Am Stadtausgang Richtung Freibad entsteht links eine Dirt-Bike-Bahn. Der Bauausschuss traf bei seiner Besichtigungstour auf Simon Gebhard und Andreas Kibat, die Initiatoren dieser Anlage. Das Grundgerüst steht bereits, aber es sind noch Feinmodelierungsarbeiten notwendig. Im Juli machen die Biker noch Testfahrten, nach denen eine Lehmverkleidung aufgebracht werden kann. Anfang August kann mit der Eröffnung gerechnet werden. Bürgermeister Martin Birner bedankte sich bei Stadtrat Bernhard Lober (CSU), der das Projekt mit seinen Maschinen unterstützt. Andreas Kibat führte auf einer Teilstrecke vor, wie die Dirt-Bike-Bahn später befahren werden kann.

Hohen Entsorgungskosten

Die Stadträte machten sich auch ein Bild vom Stand der Arbeiten in der Ufertalstraße. Hier sind die Kanalbauarbeiten mit den Hausanschlüssen, die Wasserleitung, die Verlegung des Glasfaserkabels und die neue Straßenbeleuchtung fertig gestellt. Mit einer Beendigung der Maßnahme durch die Asphaltierung kann Mitte Juli gerechnet werden. „Leider können die Kosten von 2 700 000 Euro nicht eingehalten werden, da im gesamten Fahrbahnbereich teerhaltiges Material gefunden wurde“, informierte Geschäftsleiter Georg Keil vor Ort. Die Entsorgungskosten betragen 80 000 Euro. Das gleiche gilt für die Bauarbeiten in der Diendorfer Straße, die Mitte August fertig sein wird.

Nach einer langen Lieferzeit konnten in der Amberger Straße jetzt zwei Bushäuschen aufgestellt werden, die bereits von den Fahrgästen angenommen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 13000 Euro je Wartehäuschen.

Der Bauausschuss genehmigte einstimmig vier Anträge von Privatpersonen und begrüßte es erfreut, dass die Firma Seebauer Immobilien aus Cham erneut in Neunburg investiert. Hinter ihrem Café Auszeit soll das bestehende Gebäude mit dem Getränkemarkt um- und ausgebaut werden. Es entstehen eine Eisdiele im Erdgeschoss und durch Aufstockung Platz für zwei Praxen und neun barrierefreie Wohnungen. Auf dem Grundstück sind 60 Stellplätze vorgesehen. „Das ist ein tolles Projekt und das Areal erhält ein neues Gesicht“, lobten die Räte.

Problem im Notfall?

Auch die Bauvoranfrage auf Errichtung eines barrierefreien Ferienhauses in Seebarn erhielt alle elf Stimmen. Im zweiten Anlauf wurde der Antrag auf Neubau eines Sechs-Familienhauses Am Pentinger Steig nach der Prüfung durch das Landratsamt mit acht zu drei Stimmen genehmigt. Die Baugenehmigungsbehörde sah bei diesem Vorhaben keine Probleme. Die Stadträte Thomas Albang, Harald Klatzka und Michael Bindl (alle CSU) meldeten Bedenken wegen der Zufahrt Bedenken an und stimmten dagegen. Klatzka befürchtet, dass das Neunburger Feuerwehrfahrzeug zu groß für den Zuweg sei.

Mit neun zu zwei Stimmen sprach sich der Stadtrat gegen die Voranfrage auf Bau eines Wohngebäudes mit Doppelgarage und Nebengebäude in Wundsheim aus. Das Grundstück befindet sich im Außenbereich und es fehlt der Privilegierungstatbestand.

Lesen Sie hier: Auf einem 7000 Quadratmeter Gelände in Neunburg entsteht ein Dirt-Bike-Park

Neunburg vorm Wald

Konrad Hoch (FW) und Michael Bindl (CSU) waren der Meinung, das Vorhaben sollte genehmigt werden, da andernorts bereits Bauvorhaben im Außenbereich genehmigt worden seien. Im vorliegenden Fall in Wundsheim wird jedoch die Gefahr einer Splittersiedlung gesehen. Keil erklärte, dass der Stadtrat den Selbstbindungsbeschluss „Innen vor Außen“ gefasst habe und dadurch ein höhere Förderung erhalte. Es bestehe die Gefahr, durch die Genehmigung in diesem Außenbereich die erhaltene Zuschüsse zurück zahlen zu müssen.

Hintergrund:

Bauanträge

Einstimmig genehmigt wurden folgende Bauanträge: Neubau eines Wohnhauses mit Garage und Gerätehalle (Diendorf); Umbau des bestehenden Dachgeschosses sowie Errichtung eines Anbaus durch Michael Weingärtner (Hofzell); Umbau des bestehenden Wohn- Geschäftshauses mit Nutzungsänderung des Erdgeschosses zur Wohnung (Neunburg); Umbau einer Garage und Scheune zu einer beheizten Lagerhalle (Kleinwinklarn).

Nach langer Lieferzeit konnten die neuen Bushäuschen in der Amberger Straße aufgestellt werden.
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