15.07.2019 - 15:41 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Für mehr Sicherheit auf dem Motorrad

Die Motorrad-Sicherheit ist ein wichtiges Thema, um die Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 zu erreichen. Deshalb schaut die Polizei bei einer Schwerpunkt-Kontrolle genau hin.

Unter dem Titel "Motorradsicherheit" kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald und Oberviechtach am Sonntag zahlreiche Fahrzeugführer.
von Helga ProbstProfil

Wie das Bayerische Innenministerium mitteilt, ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Motorrädern im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent angestiegen. Dabei wurden 147 Biker getötet (2017: 123) und 8 440 verletzt (2017: 7 880). Auffällig ist laut Pressemitteilung, dass mehr als zwei Drittel der tödlichen Unfälle (109) durch die Motorradfahrer selbst verursacht wurden.

Im Zuge der Schwerpunktaktion "Motorradsicherheit" kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Neunburg vorm Wald und Oberviechtach am Sonntag zahlreiche Fahrzeugführer. Dabei sollte auch gegen die besondere Lärmbelästigung durch manipulierte Motorräder vorgegangen werden.

Von 13 bis 18 Uhr standen jeweils zwei Beamte der Polizeiinspektionen Neunburg und Oberviechtach auf der Umgehungsstraße des Industriegebietes bereit. Auf dem Parkplatz Dorrerkeller kontrollierten sie 23 Biker, die sehr umgänglich und offen für die Aktion waren. "Die Ratschläge kamen positiv an", sagte Polizei Oberkommissar Markus Schlegel von der PI Neunburg.

Ziel sei es gewesen, die Zahl der Motorradunfälle zu reduzieren und mit den Bikern ein persönliches Gespräch zu führen. Dabei wurde auf das Verhalten im Straßenverkehr und die Ausrüstung der Motorradfahrer eingegangen. Die Motorräder wurden einer Kontrolle unterzogen, bei der unter anderem Beleuchtungseinrichtung, Reifenzustand und Bremsanlage geprüft wurden. Zielpersonen bei der Aktion waren auch Neu- und Wiedereinsteiger unter dem Stichwort "Back on Bike". Zwei der Kontrollierten waren zu schnell unterwegs. Der Schnellste mit 123 Kilometern in der Stunde, anstatt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde. Das zog ein Bußgeld von 30 Euro und eine Verwarnung nach sich.

Bei einem Krad fehlte der Rückstrahler, was ein Erlöschen der Betriebserlaubnis bedeutete. Auf diesen Fahrer wartet außerdem eine Verkehrsordnungswidrigkeiten-Anzeige und ein Punkt in Flensburg. In Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Amberg wurde auch auf die Einhaltung der Geschwindigkeit sowohl bei Motorrädern als auch bei Autos geachtet. 13 Fahrzeugführer waren mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Vier davon müssen mit einer Bußgeldanzeige und je einem Punkt in Flensburg rechnen. Der Spitzenreiter unter den Autofahrern war mit 140 Kilometern in der Stunde anstatt der erlaubten 100 unterwegs. Dieser entging knapp einem Fahrverbot.

Am Sonntag war die Auftaktveranstaltung zum Verkehrssicherheitsprogramm 2020 "Bayern mobil - sicher ans Ziel". Es folgen noch zwei Aktionstage im August und September.

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