17.07.2020 - 10:44 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Zu Gast auf der Neunburger Kirchen-Baustelle

Das Flair eines Gotteshauses ist der Atmosphäre einer Baustelle gewichen: Schon einiges getan hat sich bei der Sanierung der Stadtpfarrkirche Sankt Josef in Neunburg. Über den Fortschritt des Umbauprojekts wird nun regelmäßig informiert.

von Helga ProbstProfil

An Pfingsten fand der letzte Gottesdienst in der gesamten Pfarrkirche Sankt Josef statt. Am 26. Mai wurden die Kirchenbänke abgebaut, und jetzt ist der ganze Anbau von 1967, die sogenannte "neue Kirche", eine große Baustelle. Die Renovierung und Umgestaltung der Pfarrkirche Sankt Josef soll aber nicht im Verborgenen ablaufen. Bei regelmäßigen Baustellen-Sonntagen können sich Interessierte ein Bild vom Stand der Arbeiten machen.

Am vergangenen Sonntag öffnete sich die Baustelle im Kirchenraum zum ersten Mal, und über 50 Pfarrangehörige und Gäste aus den umliegenden Orten, folgten der Einladung von Stadtpfarrer Stefan Wagner und Architekt Michael Steidl. Von 14 bis 16 Uhr am Nachmittag beantworteten sie viele Fragen und erläuterten die nächsten Schritte.

„In den vergangenen Wochen ist viel geschehen“, erklärte Pfarrer Wagner. Die Kirchenbänke wurden von der Firma Stoiber nach Blaibach geholt. Dort werden sie abgeschliffen und mit einer Filzauflage ausgestattet. Die Heizung ist mittlerweile stillgelegt, und der gesamte Boden mit Unterbau entfernt. Im Altarraum fehlen alle beweglichen und überstehenden Teile, Ambo und Tabernakel wurden ausgebaut. Der sechs Tonnen schwere Altartisch steht aber bereits auf seiner künftigen Höhe am gewohnten Platz. Dahinter schützt eine Staub und Schmutz abhaltende Holzwand den alten Teil der Kirche. Die Stufen zum Altar sind eingeschalt und werden als nächstes betoniert.

Ein Bericht über den Beginn der Kirchensanierung lesen Sie hier

Neunburg vorm Wald

Links am Altar wurde eine kleine Mauer aufgerichtet. Immer wieder erläuterte Michael Steidl anhand der Pläne, dass diese ein Gegenstück zum Turm auf der rechten Seite darstellen soll. Die Baustellenbesucher sahen, wo das Beichtzimmer und das behindertengerechte WC eingerichtet werden sollen und bestaunten das Fundament für die neue Empore. An einem Modell der Pfarrkirche demonstrierte Pfarrer Wagner den neuen Standort am rückseitigen Haupteingang. Schwebend auf vier Säulen wird sie später die neue Orgel tragen.

Mit einem Abschluss der Bauarbeiten rechnete Planer Steidl in einem Jahr. „Die Renovierung soll nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden“, waren sich Architekt und Pfarrer einig. Deshalb finden immer wieder Baustellensonntage statt, wenn ein Fortschritt bei diesem Projekt zu sehen ist.

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