11.09.2018 - 11:03 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Geld fließt in Unterrichtsqualität

Das vierte Jahr in Folge stellt der Schulverband für den Betrieb der Mittelschule einen Etat von über einer Million Euro bereit. Wegen eines Rückgangs der Schülerzahlen müssen die Mitgliedsgemeinden pro Kind 200 Euro mehr bezahlen.

Als "Digitale Schule 2020" stellt der Umgang mit den neuen Medien im Unterricht einen Schwerpunkt an der Neunburger Mittelschule dar. Der Schulverband stellt für die technische Ausstattung erneut finanzielle Mittel zur Verfügung.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Ein Gesamtvolumen von 1,056 Millionen Euro umfasst das Zahlenwerk, das Kämmerer Michael Haßfurter am Montag den Bürgermeistern und Verbandsräten vorlegte. In seiner Eigenschaft als Schulverbandsvorsitzender betonte Bürgermeister Martin Birner, dass die Mittelschule in den vergangenen Jahren eine "permanente Qualitätsaufwertung" erfahren habe. Unter anderem rief er den Mensa-Neubau und die Einführung der Ganztagsschule in Erinnerung.

Pro Schüler über 2100 Euro

Bedeutendste Einnahmequelle im Haushalt ist die durch die sechs Mitgliedsgemeinden finanzierte Schulverbandsumlage. Diese beläuft sich heuer auf 572 800 Euro und fällt damit um 3450 Euro niedriger aus als im Vorjahr. Nachdem allerdings zum maßgeblichen Berechnungszeitpunkt (1. Oktober 2017) ein Rückgang der Schülerzahl verzeichnet war, steigt der fällige Beitrag pro Schulkind um rund 200 Euro auf 2137,31 Euro. Danach zahlt Neunburg 382 579 Euro (179 Schüler), Schwarzhofen 51 296 Euro (24), Thanstein 42 746 Euro (20), Dieterskirchen 36 334 Euro (17) und Altendorf 27 785 Euro (13).

Für 37 Gastschüler erhält der Schulverband 63 000 Euro Gastschulbeiträge. Von diesen Kindern kommen 31 aus Bodenwöhr, je 2 aus Nittenau und Schwarzenfeld und je ein Schüler aus Stamsried und Winklarn. Für sie sowie für fünf Asylbewerber-Kinder, die ebenfalls die Mittelschule besuchen, wird pro Schüler eine Erstattung von 1500 Euro an den Schulverband gezahlt. Zur Finanzierung der Schülerbeförderungskosten von 182 000 Euro steuert der Freistaat eine Pauschale von rund 104 500 Euro bei.

Im Vermögenshaushalt schlägt mit 26 000 Euro eine Erneuerung der EDV-Ausstattung zu Buche, unter anderem werden 10 Notebooks und 20 I-Pads erworben. 11 000 Euro werden für zwei Active Boards investiert. Insgesamt, so der Schulverbandsvorsitzende, ermögliche die Mittelschule jungen Menschen eine solide Ausbildung. Ohne Gegenstimme wurden schließlich Finanzplan und Investitionsprogramm, Stellenplan und Haushaltssatzung verabschiedet. Den einstimmigen Beschluss wertete Birner als Beleg für die gute Zusammenarbeit innerhalb des Schulverbandes.

Zuvor rückten die vergangenen Haushaltsjahre ins Blickfeld. Zunächst nahm die Verbandsversammlung das Rechnungsergebnis für 2017 zur Kenntnis. Positiv stach die Zuführung an den Vermögenshaushalt von 83 118 Euro heraus - über 40 000 Euro mehr als veranschlagt. Gewürdigt wurde das Bestreben der Schulverwaltung, nicht alle Ausgabenansätze für Lehr- und Unterrichtsmittel sowie für Schulausstattung auszuschöpfen. Dank der Ersparungen habe auf eine geplante Rücklagenentnahme verzichtet werden können.

"Sinnvolle und notwendige Investitionen", so formulierte es Vorsitzender Maximilian Beer, hatte der Rechnungsprüfungsausschuss bei Durchsicht der Jahresrechnung 2016 ausgemacht. Zu den Schwerpunkten zählten unter anderem der Nutzungsgrad von Whiteboards und Dokumentenkameras sowie die außerschulische Nutzung der Dreifachturnhalle. Die Finazmittel seien genutzt worden, um den Ruf der Einrichtung als "überregionale Vorzeigeschule" zu festigen. Die Feststellung der Jahresrechnung und die Entlastung für den Verbandsvorsitzenden waren schließlich reine Formsache.

"Mehrwert im Unterricht"

Rektorin Irene Träxler bedankte sich beim Schulverband für die großzügige Unterstützung. Sie berichtete, dass kurz vor dem Unterrichtsbeginn die Schülerzahl durch Zuzüge und Zuweisungen "fast täglich gestiegen" sei und aktuell bei 310 liege. Als "Digitale Schule 2020" genieße die Mittelschule den Status einer Modell- und Vorreiterschule. Sehr gut im Umgang mit neuen Medien geschulte Lehrkräfte bedeuteten für die Kinder "einen Mehrwert im Unterricht". Ohne Diskussion wurde noch eine Erhöhung der Kilometerpauschale für die Schülerbeförderung genehmigt. Diese steigt in diesem Schuljahr um fünf Prozent sowie und 2019/20 und 2020/21 um je ein Prozent.

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