Die Halle in Neunburg biete genau die Möglichkeiten, ein Veranstaltungs-Neukonzept umzusetzen, betonte Franz Rösl, der Vorsitzende des Vereins „Interessengemeinschaft gesunder Boden“ mit Sitz in Regensburg beim Pressegespräch im Foyer der Schwarzachtalhalle. Das zentrale Thema in diesem Jahr lautet „Gesunder Boden – gesunde Lebensmittel“.
Wichtige Thematik
„Gerade nach einem heißen Sommer mit ungewöhnlich langer Trockenperiode wie in diesem Jahr und regional großen Ernteausfällen wird es zukünftig für die Landwirtschaft besonders wichtig werden, die Qualität des Bodens zu verbessern und gesunde und humusreiche Böden mit hoher Wasseraufnahmefähigkeit aufzubauen, die hochwertige Pflanzen und gesunde Lebensmittel hervorbringen“, erläuterte der Vorsitzende.
Dies den Teilnehmern zu vermitteln ist das vorrangige Ziel der Tagung und auch des Vereins. Dieser versteht sich als Plattform, um altes und neues Wissen zu sammeln und es Verbrauchern, Landwirten, Verbänden, Tiermedizinern und auch Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise entsteht seit Jahren ein überregionales Netzwerk mit Wissenstransfer zwischen Praktikern und Wissenschaftlern. Bei der Neuauflage der Tagung stellen hochrangige Referenten den Teilnehmern ihr Wissen und auch ihre Erfahrung zur Verfügung.
Das Verpflegungskonzept, auf das Martin Pongratz, Betreiber des Restaurants „Esszimmer“ einging, ist neu und soll für weitere Veranstaltungen beispielgebend sein. Ziel ist es, mit gesunden Lebensmitteln die Teilnehmer möglichst verpackungsfrei zu verköstigen. Alle Lebensmittel werden aus der Region angeliefert und wachsen auf gesunden Böden. Sämtliche an diesem Tag angebotenen Feldfrüchte, auch Milch, Fleisch und Gebäck werden ausschließlich durch heimische Landwirte und Betriebe produziert. Diese wurden von Susanne Stoiber ausgewählt und in das Konzept eingebunden.
Bäume gegen Kohlendioxid
Im Verlauf des Bodentags ist auch eine spezielle ökologische Ausgleichsmaßnahme geplant, die Josef Schönhammer erläuterte. Der an diesem Tag durch die Anreise der Teilnehmer (Auto, Bahn) verursachte Kohlendioxid-Ausstoß in die Umwelt werde durch eine Obstbaum-Pflanzaktion mittelfristig wieder ausgeglichen. Mit Hilfe eines Umweltrechenprogramms der OTH Amberg/Weiden wird als Äquivalent zum Kohlendioxid-Ausstoß die Zahl der neu zu pflanzenden Obstbäume errechnet. Die Obstbäume nehmen mittels Photosynthese das Kohlendioxid auf und speichern es ein. Gemeinsam mit der Stadt Neunburg wird der Verein dann im Frühjahr 2019 die Bäume pflanzen.
Wir dürfen nicht nur die Ertragsfunktion des Bodens im Fokus haben. Gesunde Pflanzen stärken auch des Immunsystem des Menschen.
Wir müssen der Erde mehr zurückgeben als wir nehmen.














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