Neunburg vorm Wald
29.09.2023 - 15:26 Uhr

Großer Zulauf beim "Tag der Unternehmensnachfolge" in Neunburg

Waren Ansprechpartner beim Tag der Unternehmensnachfolge: (von links) Landrat Thomas Ebeling, Daniela Klemm (IHK Regensburg), Klaus Jochim und Andreas Keller (HWK Niederbayern-Oberpfalz), Andrea Kahr (IHK Niederbayern), Bürgermeister Martin Birner (Stadt Neunburg v. Wald), Albert Eckl (Hans Lindner Stiftung), Christian Meyer (Wirtschaftsförderer des Landkreises. Schwandorf) und Werner Dietrich (Stadt Neunburg) Bild: Laura Hlawatsch/exb
Waren Ansprechpartner beim Tag der Unternehmensnachfolge: (von links) Landrat Thomas Ebeling, Daniela Klemm (IHK Regensburg), Klaus Jochim und Andreas Keller (HWK Niederbayern-Oberpfalz), Andrea Kahr (IHK Niederbayern), Bürgermeister Martin Birner (Stadt Neunburg v. Wald), Albert Eckl (Hans Lindner Stiftung), Christian Meyer (Wirtschaftsförderer des Landkreises. Schwandorf) und Werner Dietrich (Stadt Neunburg)

„Nachhaltigkeit leben - Unternehmen weiterführen“: Unter diesem Motto stand der „Tag der Unternehmensnachfolge“, den die Nachfolgelotsen in der Schwarzachtalhalle in Neunburg vorm Wald veranstalteten. Die Nachfolgelotsen sind ein Verbund aus der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, der Hans Lindner Stiftung, der IHK Niederbayern und der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim.

Über 130 Personen besuchten die neun Workshops zu betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen. Außerdem wurden zwei Praxisbeispiele aus der Region vorgestellt. Die Referenten und Unternehmer standen den Teilnehmenden sowohl aus der Betriebsübergeber-, sowie der Betriebsübernehmer-Seite Rede und Antwort.

„Die Unternehmensnachfolge ist kein Zeitpunkt, sondern ein Prozess! Deshalb ist es uns wichtig, dass wir für das Thema sensibilisieren. So können sich Unternehmer frühzeitig mit der Nachfolgeregelung in ihrem Betrieb beschäftigen und sich Gedanken dazu machen, wie das Unternehmen weitergeführt werden soll“, sagte Albert Eckl, Vorstand der Hans-Lindner- Stiftung. Idealerweise sollten Unternehmer bereits zehn Jahre vor der Übergabe tätig werden. Der Tag der Unternehmensnachfolge unterstützt sie dabei, indem er die Betriebsübergeber und potenzielle Nachfolger zusammenführt.

Dass die Übergabe oft auf die lange Bank geschoben wird, zeigen die Nachfolgereporte der Handwerkskammer, sowie der IHKs von Regensburg und Niederbayern. Demnach ist der Generationenwechsel oft eine sehr schwierige Phase. Es gehe darum, den Betrieb für die Übergabe fit zu machen, die Anforderungen an den potenziellen Nachfolger zu definieren und einen geeigneten Nachfolger zu finden. „Die Weichen rechtzeitig stellen und langfristig für eine nachhaltige Entwicklung sorgen. Der Mittelstand ist in Ostbayern das Rückgrat der Wirtschaft. Es ist wichtig, die Unternehmen gut an die nächste Generation zu übergeben“ so Andreas Keller, HWK-Bereichsleiter Beratung.

Die Berater der Nachfolgelotsen bieten auch Hilfestellung bei der Notfallvorsorge im Unternehmen und unterstützen durch systemische Beratung und Mediationen, wenn es familiäre Schwierigkeiten gibt, die eine geordnete Übergabe verhindern. „Der Generationenwechsel wird sich beschleunigen“, stellte Nachfolgelotsin Daniela Klemm von der IHK Regensburg fest.

Der „Tag der Unternehmensnachfolge“ fand bereits zum fünften Mal statt. In diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schwandorf und der Stadt Neunburg vorm Wald. Mehr Informationen zu den Nachfolgelotsen gibt es unter www.nachfolgelotsen.bayern .

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.