"Das Rathaus hat für jede Stadt eine zentrale Bedeutung, es dient als Servicestelle, Mittelpunkt für Bau- und Verwaltungsangelegenheiten und ist das Herzstück unserer Stadt", betonte Bürgermeister Martin Birner anlässlich der Einweihung des Rathausneubaus. Zahlreiche Behördenvertreter, Nachbarn, Mitarbeiter und Vertreter politischer Ämter nahmen daran teil.
Seit dem Jahr 2011 sei das Thema Neubau präsent, so Birner. Modernisierung und Barrierefreiheit, die Ausweitung der Verwaltungsaufgaben, Digitalisierung sowie die Verwaltung des Gesundheitszentrums und nicht zuletzt die veralteten Sanitäranlagen waren Anlass für den Bau. "Rückblickend zeigt sich, dass wir mit dem Anliegen, moderne Arbeitsplätze zu schaffen, richtig lagen", bekräftigte der Bürgermeister. "Das moderne Verwaltungsgebäude erfüllt alle Anforderungen im Hinblick auf Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Ökologie." Er bezeichnete den Neubau, in dem die Personalabteilung, die ILE Schwarzach- Regen, das Stadtmarketing, die Hauptverwaltung sowie das Pass- und Ordnungsamt ihren Sitz haben, als "Meilenstein in der Belebung unserer Altstadt".
Haus mit Wohlfühlcharakter
Mit verbesserter Servicequalität, moderner Arbeitsorganisation, sparsamem Energieverbrauch sowie ausgeklügelter Gebäudetechnik ist es "ein rundum modernes Haus mit Wohlfühlcharakter". Sein Dank galt neben den Bauhofmitarbeitern besonders Stellvertretender Bürgermeisterin Margit Reichl sowie Ulrike Meixner für den Umzug.
Nach der Segnung des Neubaus durch die Geistlichen Stefan Wagner, Gerhard Beck und Pfarrer Emmanuel erfolgte die Schlüsselübergabe an das Stadtoberhaupt durch Architekt Michael Steidl. "Der Erweiterungsbau sollte neben mehr Raumangebot besonders die Lücke zwischen den Hausnummern 5 und 9 schließen, sich mit Respekt an das bestehende Rathaus anschließen und repräsentative Räume aufweisen", begann Steidl seinen Rückblick auf das Jahr 2013, als erste Skizzen angefertigt wurden. Der entstandene Innenhof biete ein gelungenes Ambiente für kleine Feiern oder einen Stehempfang.
Kostenberechnung eingehalten
Hindernisse gab es nach dem Abbruch des Anwesens Im Berg 7, als Reste einer mittelalterlichen Befestigungsanlage zum Vorschein kamen. "Das Nachbargebäude musste unterfangen werden, der aus dem 15. Jahrhundert stammende angrenzende Keller konnte aus statischen Gründen nicht erhalten werden", so Steidl. Die Pandemie stellte die nächste Herausforderung dar, da Personal ausfiel und nicht ersetzt werden konnte. "Trotz des Anstiegs der Baupreise konnte durch vorausschauende Planung und Vergabe die Kostenberechnung eingehalten werden", stellte er fest.
In ihrem Grußwort hob Stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl die Barrierefreiheit als sehr wichtig hervor und sagte: "So eine Maßnahme braucht viele Gespräche und gutes Durchhaltevermögen, das ist euch gut gelungen." Musikalisch wurde der Festakt vom Bläserensemble der Stadtkapelle umrahmt.
Rathausneubau
- Mai 2011: Erwerb des Altmann- Hauses Im Berg 7
- 2013: Erste Entwürfe für den Neubau
- März 2016: Vorentwürfe werden im Stadtrat diskutiert
- Juni 2018: Vorstellung des Bauentwurfs
- September 2019: Erteilung der Baugenehmigung
- Oktober 2019: Abriss des Altmann-Hauses
- Baukosten: 3,8 Millionen Euro (wel)















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