17.11.2019 - 15:04 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Konzert mit "Chuck Norris der Tuba"

Die Auftritte der Blasmusik-Europameister "Mission Böhmisch" und der Kapelle "Philharmenka" aus Nürnberg sorgen beim Publikum in der Schwarzachtalhalle für Begeisterung.

Mit einem Konzert der Extraklasse erfreute das Blasorchester „Mission Böhmisch“ unter Leitung von Daniel Käsbauer (Mitte) das Publikum in der voll besetzten Schwarzachtalhalle.
von Udo WeißProfil

Blasmusik hochzuhalten und sie in all ihren Facetten, jung, frisch und dynamisch, zu präsentieren, war die Mission des Abends "Böhmisch im Herbst". Zum fünfjährigen Bestehen von "Mission Böhmisch" erlebten die Gäste in der voll besetzten Schwarzachtalhalle zügellose Spielfreude von zwei "Hochkarätern der Blasmusik". Zunächst heizten die sieben Musiker von "Philharmenka" aus Nürnberg dem Publikum ein, das von Anfang an begeistert mitklatschte. "Philharmenka" ist ein Zusammenschluss von Profi-Musikern, die in Profiorchestern, unter anderem an der Nürnberger Oper, beheimatet sind. "Bravo"-Rufe gab es für die "Gemse in den Bergen" mit einem erstklassigen Tenorhornsolo. Dem Bier wurde in dem ruhigen Walzer "Böhmisch Gold" gehuldigt, Kaiserin Sissi wurde in dem "Kaiserin-Sissi-Marsch" verehrt.

Mit Charme, Witz und Hintergrundinformationen führte der erste Trompeter der Nürnberger durch das gut einstündige, abwechslungsreiche Programm. Er kündigte den "Chuck Norris der Tuba" an, der in dem Stück "Der Tubawahnsinn" ein brillantes Tuba-Solo so gekonnt und schnell spielte, dass dem Publikum allein vom Zuhören die Luft wegblieb. Mit Soli von Trompeten und Posaunen gehörte auch das spanische Stück "Adiende" zu den Besonderheiten. In der "Trommelparade" hatte der Schlagzeuger seinen großen Auftritt.

Die "Annapolka", der "Astronautenmarsch" und sogar ein Jubiläumswalzer, den die Nürnberger ihren Freunden von "Mission Böhmisch" zum fünfjährigen Jubiläum schenkten, beendeten den ersten Teil eines großartigen Abends der Blasmusik. Zwei Zugaben forderte das begeisterte Publikum ein, "Yesterday" und "Böhmische Liebe". Für die "geballte Fachkompetenz der sieben Männer" bedankte sich Daniel Käsbauer mit einem Korb mit Neunburger Spezialitäten.

Die Überleitung zum Auftritt der Lokalmatadoren "Mission Böhmisch", den Europameistern der böhmischen und mährischen Blasmusik, fand mit den zwei gemeinsam gespielten Stücken "Alte Kameraden" und dem "Regensburger Landwehrmarsch" statt. Dann übernahmen die Europameister unter Leitung von Daniel Käsbauer das Ruder. Unspektakulär und fast unscheinbar gab Dirigent Daniel Käsbauer aus Seebarn seine präzisen Einsätze und Impulse, was sich in einer bemerkenswerten Perfektion der Formation widerspiegelte. Für dieses Projekt "Mission Böhmisch" hat der musikalische Kopf und Leiter des Orchesters die besten Musiker aus Oberpfälzer Kapellen zusammengeholt und aufeinander eingespielt. Mit dem Andulka-Marsch, dem gesungenen Stück "Wenn das kein Grund zum Feiern ist" und Käsbauers Eigenkomposition "Meine 30 Jahre" begann das mitreißende Konzert. Bei der "Die Davelska-" und der "Bayerischen Polka", bei der Posaunist Jonas Bäumler glänzte, zeigte die Kapelle ihr Können.

Zwischen den Stücken gab Tubist und Moderator Florian Forster Erklärungen zu den Stücken. Zum Dahinschmelzen war "My dream", ein Stück, in dem mehrere Solisten ihren Auftritt hatten. "Liebe fürs ganze Leben", von Diana Ferenz und Patrick Oroudjiv gesungen, der "Konzertmarsch", der der Stadt Neunburg gewidmet ist und "Alpenglühen" komplettierten das abwechslungsreiche, hochkarätige Programm.

Die Kompetenz der erstklassigen Musiker zeigte sich auch darin, dass das Konzertprogramm etliche Eigenkompositionen enthielt und die Vielseitigkeit der Musiker widerspiegelte. Mit der "Südböhmischen Polka", dem "Tiroler Adler" und dem beliebten "Böhmischen Traum" als Zugaben sowie dem Versprechen, im kommenden Jahr wieder ein Konzert in Neunburg zu gestalten, wurden die Europameister von 2017 mit Riesenapplaus verabschiedet.

Diana Ferenz und Patrick Oroudjiv überzeugten nicht nur mit ihren Instrumenten, sondern auch mit ihren Stimmen.
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