12.09.2018 - 12:15 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Kunst mit Friedensbotschaft

Hunderte von gebastelten Tauben, die unter das Tribünendach im Burghof gehängt werden, symbolisieren das Leitmotiv der Ausstellung „Ahoj 18 - Kunst für den Frieden“. Am Freitag fällt der Startschuss für den Neunburger Kunstherbst.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins Karl Stumpfi stellte im Beisein von Bürgermeister Martin Birner (links) das Programm für die Ahoj-18-Ausstellung vor. Hunderte von gebastelten Tauben werden bei der Vernissage im Burghof installiert.
von Udo WeißProfil

Für die Kunstaktion "Friedenstauben" rührten Buben und Mädchen aus den drei Kindergärten sowie Schüler aus Grund-, Mittel- und Realschule, des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach und der Kunstschule Klatový die Hände. Als Openair-Vernissage wird die Auftaktveranstaltung zum Neunburger Kunstherbst durch den Kunstverein Unverdorben erstmals im Burghof gestaltet, sie findet am Freitag, 14. September um 19.30 Uhr statt, informierte Karl Stumpfi bei einem Pressegespräch.

Kunstwerke als Projektion

Waren die Kunstwerke in den vergangenen Jahren überwiegend in den Schaufenstern der Neunburger Geschäfte ausgestellt, und wurden in einer Kunstprozession bewundert, so werden sie heuer bei der Vernissage von Wolfgang Gräßl an die Kirchenfassade projiziert. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von dem international bekannten Musiker Tassilo Männer aus Leipzig auf seiner Gitarre.

Botschaft verankern

Um die Kunstausstellung auf eine breitere Basis zu stellen und das Leitmotiv des Friedens gerade in der heutigen schwierigen Zeit in den Köpfen der Menschen zu verankern, laden die Vorsitzenden des Kunstvereins, Peter Wunder und Karl Stumpfi, alle Lehrer, Erzieher, Freunde, Verwandte sowie alle Kunstinteressierten zur Vernissage ein. Die Ausstellung "Ahoj 18 - Kunst für den Frieden" ist in den Ausstellungsräumen im Kunstquartier, Im Berg 7, im Foyer der Schwarzachtalhalle und in der Spitalkirche bis zum 29. Oktober zu besichtigen. Um die grenzüberschreitenden Bemühungen des Kunstvereins am Laufen zu halten, nehmen wieder Künstler aus Prag und Brünn an der Ahoj-Ausstellung teil.

Mit interessanten, von unten aufgenommenen Bildern von Kronleuchtern aus Kirchen bereichert die aus Seebarn stammende Fotokünstlerin Miriam Maria Ferstl die Ausstellung. Von ihr wurde auch die Projektidee der Friedenstauben in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein ins Leben gerufen. Dadurch sollte Kindern und Jugendlichen vermittelt werden, dass jeder einen Beitrag zum Frieden leisten kann. In den Kindergärten und Schulen sollten die Friedenstauben gebastelt werden und mit dem Namen des Kindes und einem persönlichen Beitrag zum Frieden beschriftet werden. Somit werden bereits die Jüngsten zu Friedensbotschaftern.

Wichtiger Bestandteil

Beim Pressegespräch dankte Bürgermeister Martin Birner dem Team des Kunstvereins Unverdorben, an dessen Spitze Vorsitzender Peter Wunder und sein Stellvertreter, der städtische Kunst- und Kulturbeauftragter Karl Stumpfi stehen. "Ihr habt stets neue Ideen und organisiert eure Veranstaltungen hervorragend", hob er hervor. Dadurch sei der Kunstverein unverzichtbarer Bestandteil für Kunst und Kultur in Neunburg. www.kunstverein-unverdorben.de

Nähere Informationen zum Kunstherbst

Programm zum Kunstherbst:

Am 21. September um 17.45 Uhr, zum Weltfriedenstag, findet eine Sonderführungdurch die Ausstellung "Ahoj 18 -Kunst für den Frieden" im Kunstquartier Im Berg 7 statt.

Höhepunkt im Programm ist die Klassik-Galamit den Prager Smetana Philharmonikern unter Chefdirigent Hans Richter am 2. Oktober. Vom 1. September bis 30. September ist die Ausstellung "Menschen Gesichter"mit Werken von Schülern derScherr-Realschule in der evangelischen Kirche zu sehen.

Die Spitalkirche bildet die Kulisse für den dritten Teil des Karl-Kraus-Lesetheaters"Die letzten Tage der Menschheit" mit den Rezitatoren Karl Stumpfi und Wolfgang Huber. Mit einem zünftigen Heurigenabend, bei dem das "Trio Wien" Schlager und Klassiker aus Wien zum Heurigen-Buffet spielt, wird am Samstag, 13. Oktober, im Foyer der Schwarzachtalhalle an den österreichischen Weinort Grinzing erinnert.

Schließlich geht am 7. Oktober Robert Coyneauf Herbsttour in der Alten Seilerei. Der Alternativ-Folk-Sänger/Songschreiber legt seine Philosophie in sensiblen Texten und feinen Melodien dar. (weu)

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