29.06.2018 - 17:01 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Mit Kunst gegen Häufchen

Fantasievoll gestaltete Plakate sollen Hundehalter dazu bewegen, die Hinterlassenschaften ihrer "Zamperl" ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Initiatoren loben die Kreativität der Scherr-Realschüler.

Bürgermeister Martin Birner (links) und Seniorenbeiratsvorsitzender Günther Pschorn (rechts) dankten Kunstlehrerin Juli Heigl (Zweite von links) und deren Schülerinnen für die künstlerische Umsetzung der Idee mit den „Hundekot-Tafeln“.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

(rhi) Der Hund nütze dem Menschen mit seinen Fähigkeiten und sei ihm ein treuer Begleiter, erklärt Günther Pschorn den Schülern. Doch der Vierbeiner könne die Leute auch verärgern, wenn er "sein Geschäft" verrichte und die Hinterlassenschaft liegen bleibe. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats und Schüler der neunten Realschulklasse wollen die Hundehalter nun sensibilisieren.

Die Idee für die Malaktion entstand im Seniorenbeirat. Umgesetzt hat sie Kunstlehrerin Julia Heigl gemeinsam mit den Schülern der Klasse 9d der Gregor-von-Scherr-Realschule. Mit ihren Zeichnungen wollen sie Herrchen und Frauchen dazu bringen, die Hinterlassenschaften der vierbeinigen Begleiter in eine Tüte zu packen und in einem Abfallbehälter zu entsorgen.

Am Donnerstag war die Übergabe. Lucy Amann und Lena Wellnhofer gelang nach Meinung der Kunstlehrerin die aussagekräftigste Darstellung zum Thema. Ihre Aufforderung an die Hundebesitzer "So nicht! Sei kein Schwein, pack es ein!" unterstreichen die jungen Künstler mit Szenenbildern, die zeigen, was zu tun ist. Den Siegern überreichte der Bürgermeister vier "Neunburger Zehner". Auch die Zweit- und Drittplatzierten erhielten Einkaufsgutscheine.

Das Siegerplakat hängt inzwischen an allen Örtlichkeiten der Stadt, die gerne zum Gassigehen genutzt werden. "Wir hoffen, dass die Hinweise ihre Wirkung erzielen", sagt Günther Pschorn. An der Menge der Kotbeutel in den Abfallbehältern werde sich ablesen lassen, ob sich die Hundebesitzer den Aufruf zu Herzen nehmen.

Die Tafeln ließ Bürgermeister Martin Birner an folgenden Stellen anbringen: Wanderweg ab Kloster bis Schlossbrauerei in Kröblitz, Wanderweg ab der Ampel in der Neukirchener Straße bis Querung Ledererstraße, Wanderweg am Stadtpark in Richtung Katzdorf, Wanderweg ab Baywa bis Penting, Stadtpark in Höhe Zugang bei Möbel Fleischmann und in Fuhrn auf dem Weg zum Aussichtsturm.



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