10.11.2018 - 14:54 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Ladenbetreiber gegen den Herztod

Ab sofort verfügt das Areal des Pfalzgrafencenter über einen lebensrettenden Defibrillator. Auch die Betreiber der Geschäfte haben sich dafür stark gemacht. Das örtliche BRK setzt damit das Engagement gegen den plötzlich Herztod fort.

Die Übergabe eines symbolischen Schecks über 1800 Euro und des Defibrillator fand am Pfalzgrafencenter statt. Auf dm Bild die BRK-Vertreter Stefan Dirnberger und Maximilian Lang, Michael Winderl junior (von rechts) sowie die Filialleiter der Geschäfte.

Wie aus einer Pressemitteilung der Rotkreuz-Bereitschaft Neunburg hervorgeht, wurde das Gerät vor wenigen Tagen im Eingangsbereich der Total-Tankstelle installiert. "Diese ist fußläufig vom gesamten Areal aus gut zu erreichen und deckt besonders die Öffnungszeiten der angesiedelten Geschäfte am Pfalzgrafencenter ab", so Bereitschaftsleiter Maximilian Lang. Zudem werde in diesem Bereich die gesamtstädtische Versorgung verbessert, da der Defibrillator auch der Bevölkerung zur Verfügung steht.

Ein Schild mit dem Rettungszeichen für einen Defibrillator weist auf den Lebensretters hin, und auch alle Mitarbeiter wurden über den Standort informiert. Den Verantwortlichen des Pfalzgrafencenters sei es wichtig gewesen, "einen herzsicheren Ort für ihre Kunden zu haben", betonte Lang. Entsprechend groß sei das Engagement aller Filialisten und Ladenbetreiber bei der Aktion „Wies'n-Zeit am Pfalzgrafencenter“ im September gewesen - aus dessen Erlös stammt der Defibrillator.

Für Maximilian Lang und sein Team ist dies ein weiterer Meilenstein, die Pfalzgrafenstadt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod zu wappnen. "Wir sind aber noch lange nicht am Ziel", so der erfahrene Notfallsanitäter. Weitere wichtige Standorte wären unter anderem die Kirche, der örtliche Fußballplatz, die Turnhallen oder die Raiffeisenbank-Filiale als Tor zur Hauptstraße.

Jeder Bürger, egal ob groß oder klein, sollte die Notrufnummer kennen, die Herzdruckmassage beherrschen und im besten Fall auch einen Defibrillator bedienen können. "Zeit ist der entscheidende Faktor, vor allem dann, wenn der örtliche Rettungsdienst bereits bei einem anderen Einsatz gebunden ist", verdeutlicht der BRK-Leiter. Der Ersthelfer sei das entscheidende Glied in der Rettungskette und der wahre Lebensretter.

Prinzipiell könne jeder einen Defibrillator bedienen, doch sollte sich jeder regelmäßig im Bereich der Ersten Hilfe schulen lassen, empfiehlt Lang. Die Defibrillatoren im Stadtgebiet verfügten über eine Sprachführung. "Das heißt, das Gerät sagt einem genau, was man als nächstes tun soll und es erkennt automatisch ob ein lebensrettender Elektroschock erforderlich ist oder auch nicht." Die Bedienung sei kinderleicht.

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