04.06.2019 - 16:12 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Lieder an einen Sommerabend im Neunburger Schlosss

Zwei Chöre, ein Instrumentalquartett und zwei Solisten bereiten den Gästen beim Sommerabendkonzert im Schlosssaal einen harmonischen Musikabend.

Die Sängerinnen und Sänger des Neunburger Gesangvereins unter Leitung von Gisela Meidhof erfreuten mit ihren Liedern die Gäste im Schlosssaal.
von Elfriede WeißProfil
Der Vorsitzende des Gesangverein, Günter Dirnberger (zweiter von links) freute sich viele langjährige Mitglieder ehren zu können. Bei Gisela Meidhof (dritte von links) bedankte er sich mit Blumen für zehn Jahre vorbildliche Chorleitung.
„D´Brotzeitmusi“, das Lehrerensemble der Städtischen Musikschule sorgte für instrumentale Abwechslung.

„Musik beginnt nicht mit dem ersten Ton, sondern mit der Stille davor“, steht auf dem mit einer Sommerwiese gestalteten ansprechenden Programm für das Konzert „Lieder an einem Sommerabend“. Mit zwei renommierten Chören und einem erstklassigen Quartett sowie zwei exzellenten Solisten wurde der Abend im Schlosssaal unter der Gesamtleitung von Gisela Meidhof zu einem Hochgenuss für Freunde des Chorgesangs.

Günter Dirnberger, der Vorsitzende des Gesangvereins, freute sich über den guten Besuch des Konzerts und begrüßte zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Stadtrat Klaus Zeiser als Vertreter des Bürgermeisters sowie Bürgermeister Max Beer aus Schwarzhofen und Ehrenbürger Theo Männer. Dirnberger versprach eine Liederreise durch Südtirol, Dalmatien, Ungarn, Kroatien, Slowenien und Deutschland. Eine musikalische Begrüßung nahm „d´Brotzeitmusi“ mit den Lehrkräften der Städtischen Musikschule vor. Leiterin Barbara Nutz (Akkordeon, Steirische), Sylvia Felgenträger (Flöte), Hermann Lößl (Klarinette) und Martin Hinkel (Euphonium) spielten die „Amtsgerichts-Polka“. Mit den Stücken „Aus dem Bayerischen Wald“, „D´Simmasmoad z´ Heigndorf“, dem „Forstwirtslied“ und „Boarischen“ sorgten sie zwischen den Gesangsbeiträgen für instrumentale Abwechslung und brachten volkstümliche Stimmung in den Saal. Der Gesangverein 1861 Neunburg vorm Wald mit seiner musikalischen Leiterin Gisela Meidhof hatte klassische Lieder aus vergangenen Zeiten im Programm. Das jütländische Tanzlied „Gut´n Abend euch allen“ als Begrüßung wechselte sich ab mit „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ und „Es flog ein Waldvögelein“.

Aus der Gottschee, das heute zu Slowenien gehört, stammt „Tschihi, mein Brauner“, ein Lied, bei dem ein Bauer mit seinem Pferd voller Sehnsucht zu seiner Freundin fährt. Mit „Kad si bila mala mare“ war ein Volkslied aus Slowenien dabei. Gegen Ende des harmonischen, wohltuenden Konzerts sangen die Mitglieder des Gesangvereins „Czardasklänge“, ein Volkslied aus Ungarn. Hier glänzten Pfarrer Stefan Wagner am Flügel und Nina Schmid mit der Violine. Mit kräftigen Stimmen trat als gern gesehener Gast der Männergesangverein Waldmünchen unter der Leitung von Josef Schuh auf.

Nach ihrem musikalischen Gruß „Grüß dich Gott, du schöner Böhmerwald“ sangen sie das bekannte „La Montanara“, das ebenso wie der „Bozner Bergsteiger-Marsch“ ein Loblied auf die Berge enthielt. Mit „Plovi“, einem Liebeslied aus Dalmatien und „Mala moja“ befanden sich auch Lieder aus anderen Regionen in ihrem Repertoire. Fast feierlich war die „Waldandacht“, die Gott als Schöpfer besang. Nach dem Dank an alle Mitwirkenden sangen die Neunburger den Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms und beendeten damit das Konzert. Neben den abwechslungsreichen Beiträgen trug auch das hervorragende Buffet des Orga-Teams der „Freunde der Musik“ dazu bei, dass der Abend zu einem gelungenen Erlebnis wurde.

Ehrungen :

Günter Dirnberger ehrte im Namen des Verbands Oberpfälzer Chöre und dessen Dachverband Bayrischer Sängerbund, deren Mitglied der Gesangverein ist, zahlreiche Mitglieder. Für zehn Jahre Chorleitung wurde Gisela Meidhof ausgezeichnet. Weiter wurden geehrt: Manfred Kinderl (20 Jahre) sowie Franz Süß und Manfred Gräßl (30 Jahre). Für 50 Jahre bekamen Anne Narnhammer und Josefine Sauerer die Ehrennadel in Gold. Sie wurden außerdem zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für sechs Jahrzehnte wurde Helmut Gleixner geehrt. (weu)

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