23.06.2019 - 15:05 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Naab-Werkstätten als Ziel der ehemaligen Kasernenbediensteten

Aufgabe der Werkstätten ist es, Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen aufzunehmen und ihnen ein möglichst normales Leben zu gewährleisten.

Die ehemaligen Bediensteten der „Pfalzgraf-Johann-Kaserne“ besuchten die Naab-Werkstätten, hier mit Geschäftsführer Max Lippert und Organisator Wolfgang Stengel (von links).
von Ludwig DirscherlProfil

Die Naab-Werkstätten war das Ziel des diesjährigen Treffens der ehemaligen Kasernenbediensteten der Pfalzgraf-Johann-Kaserne Neunburg v. Wald. Wolfgang Stengel organisierte den Besuch der Werkstätte für Menschen mit Behinderung. Der stellvertretende Geschäftsführer Max Lippert führte durch die Werkstätten in Schwandorf-Ettmannsdorf. Derzeit arbeiten etwa 420 Menschen mit Behinderung dort, sowie etwa 180 Beschäftigte.

Die Naab-Werkstätten GmbH verfügt über ein breites Angebot an Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen, sowie über qualifiziertes Personal und einen begleitenden Dienst. Arbeitsbegleitende Maßnahmen unterstützen die ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung. Dabei erfüllen die gemeinnützigen Naab-Werkstätten als anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen einen sozialen sowie einen wirtschaftlichen Auftrag. Wir nehmen unseren dualen Auftrag sehr ernst und bieten Leistungen sowohl für Menschen mit Behinderung als auch für Industrie, Gewerbe und Privatkunden an, so Lippert.

Träger und gleichberechtigte Gesellschafter sind die Lebenshilfe e.V. und der Sozialverband VdK Bayern. Zweigwerkstätten sind in Oberviechtach und in Dachelhofen. Die Teilnehmer erhielten einen Eindruck über die Größe und Ausrichtung der Werkstätten. Aus der 1973 in Haselbach entstandenen "Beschützenden Werkstätte" ist nach dem Umzug nach Schwandorf und zahlreichen Umbauten und Erweiterungen eine große Anlage entstanden. Dort arbeiten Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten in der Schreinerei, in den Metallabteilungen, in der Garten- und Landschaftspflege, in Wäscherei und Küche und in vielen anderen Abteilungen bzw. Fördergruppen. Sie erhalten für ihre Tätigkeiten einen Lohn, sind Renten-, Kranken- und Pflegeversichert und haben nach 20 Jahren Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente. Auch der Sport wird großgeschrieben. So werden Tischtennis, Fußball, Kegeln und Schwimmen angeboten. Ebenso besteht die Möglichkeit, an PC-, Musik-, Koch-, Schreib- und Rechenkursen teilzunehmen. Wolfgang Stengel bedankte sich für die interessante Führung. Mit einer kleinen Einkehr in der Fischerhütte Ettmannsdorf endete das Treffen.

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