„Dieses Projekt ist bedeutend für die Zukunft unserer gesamten Region und ein sichtbares Zeichen dafür, wie wir Verantwortung für Umwelt und Lebensqualität für die kommenden Generationen übernehmen.“ Damit sprach Bürgermeister Martin Birner den Abschluss der Ertüchtigung der Kläranlage an, die über eine leistungsfähige und zukunftssichere Infrastruktur verfügt und auf etwa 17.000 Einwohnerwerte ausgelegt ist.
Im Zuge der Sanierung wurden umliegende Ortsteile mittels Abwasserdruckleitungen an die Abwasserschiene der Stadt Neunburg angeschlossen, wodurch eine höhere Abwassermenge zugeleitet wird. Zur Einweihung mit kirchlichem Segen durch Pfarrer Stefan Wagner begrüßte der Bürgermeister neben Werksleiter Werner Schärtl und seinem Team die Vertreter der ausführenden Firmen, vom Ingenieurbüro Weiß über die Baufirma Steininger bis zur Elektrotechnik Zitzmann und weiteren Firmen. Auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit Verwaltungsleiter Georg Keil, Stadträte sowie Martin Scharf (Mitglied des Landtags) nahmen an dem Festakt teil.
Kosten und Förderungen
Birner blickte auf den Baubeginn im Mai 2023 zurück und auf die Fertigstellung im September 2025. „Bis August 2026 lief der Probebetrieb der neuen biologischen Reinigungsstufe“, so Birner, der die Gesamtkosten von rund 5,2 Millionen Euro mit einer RZWas-Förderung und einer Förderung der Bundesrepublik Deutschland über die Nationale Klimaschutzinitiative von insgesamt 2,5 Millionen Euro hervorhob. „Diese Zuschüsse ermöglichen uns, moderne und nachhaltige Technologien einzusetzen und gleichzeitig die Belastungen für unsere Bürgerinnen und Bürger in einem vertretbaren Rahmen zu halten.“
1,8 Millionen Euro aus dem investierten Gesamtvolumen entfielen auf die Tief- und Hochbauarbeiten, 1,2 Millionen Euro auf die Maschinentechnik. Rund eine Million Euro musste für die Elektrotechnik investiert werden, und die MSR-Technik schlug mit 518.000 Euro zu Buche. Baunebenkosten lagen bei etwa 700.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 2,7 Millionen Euro.
Modernisierte Anlage
Ein wesentlicher Bestandteil der Modernisierung der Anlage ist die Einführung des Sequencing-Batch-Reaktor-Verfahrens, kurz SBR-Verfahren, das Werkleiter Werner Schärtl erläuterte: „Alle Reinigungsfunktionen laufen auf einem Raum ab, sie sind nur zeitlich gestaffelt.“ Damit vereine dieses innovative, biologische Reinigungsverfahren sämtliche Schritte der Abwasserreinigung in einem Reaktor, wo früher mehrere Becken notwendig gewesen seien.
Dadurch könne die Anlage besonders effizient, flexibel und ressourcenschonend betrieben werden. „Energieeinsparung und Betriebssicherheit sind die großen Vorteile und sie gehen Hand in Hand“, so Schärtl. Den kirchlichen Segen über die neue Kläranlage spendete Pfarrer Stefan Wagner.
![Der Neubau des SBR Reaktors als Erweiterung der Kläranlage Neunburg kostete mehrere Millionen Euro. Archivbild: Hans Steinsdorfer [sns] (steinsdorfer@altbayerischer.de)](https://www.onetz.de/f/ic/ts-xl/articlemedia/2026/10/10/56b53f78-b9be-485e-81a5-4fe70790492f.jpg)













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