15.07.2020 - 10:48 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Neunburger Schülerin räumt Hauptpreis der Landeszentrale ab

Für den Wettbewerb "Wege zur Freiheit" setzt sich die Klasse M9 der Neunburger Mittelschule mit dem Fall der Mauer auseinander. Und das mit Erfolg: Eine Mitschülerin ergattert mit ihrer Bildergeschichte einen der Hauptpreise.

Mit ihrer Vater-Sohn-Geschichte für den Wettbewerb "Wege zur Freiheit" holte sich Inka Wilhelm, Schülerin an der Mittelschule Neunburg, einen der Hauptpreise.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Ausrichter des Wettbewerbs "Wege zur Freiheit" war die bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit. Den Anlass gab der Jahrestag zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989. Die Schüler wurden aufgefordert, auf historische Spurensuche zu gehen und individuelle Wege zur Freiheit zu erforschen.

An der Mittelschule in Neunburg vorm Wald nahmen die Schüler der Klasse M9 diese Herausforderung an. Basierend auf dem geschichtlichen Hintergrundwissen, das im Unterricht vermittelt worden war, gestalteten sie – betreut durch Klassenlehrerin Lucia Schmid – fächerübergreifend im Fach Kunst Vater-und-Sohn-Bildergeschichten. Das Vorbild waren die Erzählungen des deutschen Zeichners und Karikaturisten Erich Ohser, einem Opfer des Nationalsozialismus.

"Die Machtübernahme Hitlers war die Basis für den Zweiten Weltkrieg und somit auch in Folge für die Teilung Deutschlands", erläuterte Lehrkraft Lucia Schmid in einer Presse-Info. Mit ihrer Umsetzung des Wettbewerbsthemas wollte die Mittelschule an Erich Ohser erinnern und sein Werk ehren. Unter Verwendung der für Ohser typischen Figuren von Vater und Sohn wurden Situationen dargestellt, die mit dem Leben im geteilten Deutschland, mit dem Fall der Mauer oder der Wiedervereinigung in Zusammenhang stehen. Ganz nach dem Vorbild Ohsers sollten diese Szenen in sechs Bildern in schwarz-weiß gezeichnet werden.

Schon bald nachdem eine Mappe mit den Schülerarbeiten an die Landeszentrale geschickt worden war, erhielt die Klasse die Nachricht, dass Mitschülerin Inka Wilhelm für ihre Bildergeschichte "Freude über den Mauerfall" einen der Hauptpreise erhalten wird. Doch die ursprünglich für 11. März geplante Siegerehrung mit Kultusminister Michael Piazolo wurde wegen des Coronavirus abgesagt. Die Preise für Inka Wilhelm kamen per Post: Lehrerin Lucia Schmid überreichte der Schülerin einen Urkunde, eine DVD des Filmes "Ballon" und eine Powerbank.

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Die offizielle Gratulation durch den Kultusminister gab es kürzlich per Videobotschaft. "Mit ihren Beiträgen haben die Schüler ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte aufgeschlagen und nachgezeichnet", stellte Piazolo heraus. Das Alltagsleben in der Diktatur der ehemaligen DDR und die Suche ihrer Bürger nach Wegen, die in Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat führen, dürfe bei der jüngeren Generation nicht in Vergessenheit geraten.

Der Minister würdigte die Qualität der Wettbewerbsbeiträge: Sie seien "mit einem feinen Blick für historische Details gestaltet". Die individuell gestalteten Beiträge ließen die Geschichte der DDR, die Unterdrückung der Bürger und die Ereignisse des Mauerfalls lebendig werden. Damit werde das Ziel der Landeszentrale erreicht, mit dem Wettbewerb einen Beitrag zur historischen und politischen Bildung an den Schulen zu leisten.

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