20.01.2020 - 14:35 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Optimistischer Blick auf eine grüne Zukunft

„Die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts müssen die grünen 20er werden“, gibt Landratskandidat Rudi Sommer als Ziel aus. Der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen feiert beim Neujahrsempfang in Neunburg 40-jähriges Bestehen.

Der Kreisverband ehrte bei seiner Jubiläumsveranstaltung langjährige Mitglieder. Ausgezeichnet wurden Erwin Gierl, Klaus Pöhler, Paul Groß, Marion Juniec-Möller, Elisabeth Bauer, Franz Probst und Marita Liedl (mit Urkunden, von links).
von Redaktion ONETZProfil

Der Kreisverband blickte dabei nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch optimistisch in das neue Jahrzehnt. Die Kreisvorsitzenden Claudia Müller-Völkl und Benjamin Quaas freuten sich im Gasthof Sporrer, dass der Kreisverband Schwandorf mit seiner Gründung vor 40 Jahren einer der Vorreiter in Bayern gewesen sei. Dafür gab es eine Urkunde des Bezirksverbandes.

Eine Präsentation mit früheren Wahlplakaten verwies auf die Arbeit der vergangenen Jahre, die das langjährige Mitglied Klaus Pöhler Revue passieren ließ. Am 26. Oktober 1979 war der Kreisverband im katholischen Vereinsheim mit zu Beginn gerade einmal zehn Mitgliedern gegründet worden. Initiatoren waren dabei Franz Grundler und Martin Brock. Pöhler berichtete, dass es vor allem in den Anfangsjahren zuweilen heftige Diskussionen gegeben habe. In vielen Satzungsänderungen seien diese dokumentiert.

Mit Beginn der 80er Jahre bekam die Partei auch politisches Mitspracherecht. Im Jahr 1982 war Gisela Pöhler die erste Grüne-Bezirksrätin. Die Partei erlebte aber auch einige Unruhen in diesem Jahrzehnt, unter anderem spaltete sich die ÖDP ab. Trotzdem entwickelte sich die Partei stetig weiter, im Jahr 1989 bildeten sich die beiden Ortsgruppen Nittenau und Bruck. Seit 2009 wird der Kreisverband von einer Doppelspitze geführt, seit September des vorherigen Jahres mit Claudia Müller-Völkl und Benjamin Quaas.

Pöhler sprach auch die Erfolge der vergangenen Jahre an. So habe man erfolgreich den Hähnchenmastbetrieb am Kapflhof und dort somit Massentierhaltung verhindert. Auch der Bau eines Gaskraftwerks in Schwandorf konnte gestoppt werden. Im Moment beschäftigt die Partei unter anderem besonders der Flächenfraß. Bei der Bezirksversammlung am 24. Januar in Regensburg wird er Hauptthema sein. Dies sei aber nicht das einzige Problem, das angegangen werden müsse, betonte der Redner. Es gebe aktuell unglaublich viele wichtige Themen.

Die Mitglieder, die sich in den vergangenen Jahren immens für „grüne“ Themen engagiert hatten, wurden an diesem Abend geehrt. Paul Groß und Klaus Pöhler erhielten für 36 Jahre Engagement und Erwin Gierl für 35 Jahre Einsatz eine silberne Anstecknadel. Zahlreiche weitere Aktive wurden für 25, 20 oder 15 Jahre ausgezeichnet.

Landratskandidat Rudi Sommer wollte seine Ansprache weniger als Wahlkampfrede, als vielmehr als Neujahrsansprache verstanden wissen. Auch er blickte kurz auf die Erfolge der Vergangenheit zurück, um sich dann aber der Gegenwart zu widmen. Sommer forderte die Anwesenden zu entschlossenem Handeln auf. „Es ist unsere Pflicht alles Menschenmögliche zu unternehmen“, betonte er im Hinblick auf den Klimawandel. So sei es zum Beispiel wichtig, dass der Kreistag den Klimanotstand anerkenne.

MdL Jürgen Mistol mahnte in seinem Impulsvortrag zum Klima-, Landschafts- und Artenschutz im ländlichen Raum zur Veränderung. Er freute sich aber auch über den jüngsten Aufschwung der Partei. So sei in Teublitz erst vor kurzem der 100. Ortsverband in Bayern gegründet worden. Um weiterhin aber erfolgreich zu bleiben, sei die Arbeit in den Kommunen essentiell. Mit der Devise „Wahlkampf“ für die nächsten Wochen beendete er den offiziellen Teil des Abends. Mit Musik leitete Florian Klein in den gemütlichen Teil des Abends über.

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