05.09.2018 - 14:58 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Planungen für Dirt-Bike-Park laufen

Meterhohe Sprünge und spektakuläre Tricks: Das ist eine Spezialität der Profis auf dem Dirt Bike, einem besonders wendigen Mountainbike. Auch der Neunburger Nachwuchs soll bald eine Chance haben.

Dirt Bike. Symbolbild
von Monika Bugl Kontakt Profil

Diese Grafik zeigt die Stationen der geplanten Dirt-Bike-Anlage im Stadtpark Neunburg

Im Anschluss an den bestehenden Stadtpark, in unmittelbarer Nähe der Skater-Anlage, plant die Stadt gemeinsam mit engagierten Jugendlichen unter dem Dach der ARGE-Jugend einen Dirt-Bike-Park. "Das Grundstück westlich der Schwarzachbrücke der Staatsstraße in Richtung Oberviechtach ist optimal geeignet, liegt es doch einerseits sehr zentrumsnah direkt am Fuße der historischen Innen- und Altstadt und andererseits angebunden an den Geh- und Radweg und zugleich den Schulweg sowie an die Infrastruktur des gesamten Stadtparks", so die Bilanz auf der Suche nach einem Standort. Die Zufahrt ist über die Ortsdurchfahrt der Staatsstraße 2398 gewährleistet. Der Dirt-Bike-Park ist ein Baustein eines Gesamtkonzeptes, das die weitere Ertüchtigung und vor allem Aufwertung des Stadtparks mit weiteren Maßnahmen vorsieht.

"Die Baugenehmigung ist jetzt da, jetzt hängt alles vom Zuwendungsantrag ab", berichtet der Neunburger Verwaltungsleiter Peter Hartl. Zuletzt hatte es mit der Genehmigung beim Wasserwirtschaftsamt gehakt, ausschalggebend war eine mögliche Lage im Hochwassergebiet. Inzwischen wurden unter anderem erforderliche Retentionsflächen nachgewiesen, und so gab es grünes Licht für das Projekt.

Der Park sollte über mehrere einzelne Elemente verfügen, zum Beispiel einen Starthügel oder einen Tricksprung. Für den Bau wird hauptsächlich Lehmboden und grobkörniger Sand benötigt. Das Gelände bleibt weitestgehend unangetastet, da die Hindernisse durch Erdauftrag erbaut werden. Durch naturnahes Bauen soll die Umwelt geschont werden, der Park ist sofort nach der Fertigstellung einsatzbereit und jederzeit kontrolliert veränderbar. Wegen der Lage im Bereich zwischen dem Rötzer Bach und der Schwarzach ist eine entsprechende Eingrünung geplant.

Geplant haben die Jugendlichen die Anlage selbst. Nach dem gemeinsamen Ideenaustausch mit den Neunburger Dirt-Bikern, interessierten Jugendlichen, Bürgern und dem Architekten im November 2016 konnte die Planung des Dirt-Bike-Parks Mitte März 2017 abgeschlossen und der erforderliche Bauantrag erstellt werden. Planer des Parks ist Architekt Michael Steidl, der sich mehrmals mit einer Arbeitsgruppe aus Jugendlichen und Erwachsenen getroffen hat. Jeder durfte unabhängig vom Alter mitbestimmen, wie die Anlage aussehen soll.

Die Baugenehmigung selbst hat sich ein wenig hingezogen, da es wegen des Standortes galt, die naturschutzfachlichen und die wasserwirtschaftlichen Anforderungen zu erfüllen. Der Standort wurde bewusst so gewählt, dass weder der Hochwasserabfluss noch das Stadtbild nachteilig beeinflusst werden. "Jetzt fehlt nur noch der Zuwendungsantrag", berichtet der Neunburger Verwaltungsleiter Peter Hartl.

Ähnlich wie andere Jugendliche die Gelegenheit bekommen, ihren Sport auszuüben, sei es Fußball, Basketball oder Tennis, soll dies künftig mit der neuen Anlage auch für die Biker der Fall sein. Aus versicherungs- und haftungsrechtlichen Gründen übernimmt die Stadt die Trägerschaft für das Projekt. Schilder sollen auf die richtige Benutzung hinweisen. Die Dirt-Bike-Strecke soll jedem zugänglich sein, aber auf eigene Gefahr.

In der Kombination mit der bestehenden Skater-Anlage entsteht im Stadtpark ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Aufgrund der attraktiven Ausstattung der Dirt-Bike-Anlage geht die Stadt davon aus, dass diese auch überregionale Nutzer anziehen wird. Die Baukosten werden auf rund 100.000 Euro geschätzt, wobei ein erheblicher Teil als Eigenleistung durch die engagierten Jugendlichen erbracht werden soll. Das Projekt wird über die Leader-Förderung des Landkreises bezuschusst. Der Zuschuss beläuft sich auf knapp laut Hartl auf 50.000 Euro. Weil es noch ein paar Änderungen gab, ist der entsprechende Antrag nun nochmals in aktualisierter Form zu stellen. "Baubeginn könnte dann Frühjahr sein", kalkuliert der Verwaltungsleiter.

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