15.02.2019 - 13:48 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Präzise Schnitte mit Motorsäge

Der Nachwuchs in der Forstwirtschaft demonstriert am Donnerstag sehr beeindruckend, welches Potenzial in ihm steckt. Auf dem Freigelände des Beruflichen Bildungszentrum fliegen die Sägespäne nur so beim Präzisions- und Kombinationsschnitt.

Die fünf Bestplatzierten mit den Ehrengästen nach der Siegerehrung.
von Helga ProbstProfil

Die angehenden Forstwirte zeigten, was sie draufhaben. Im theoretischen Teil punkteten sie mit Allgemeinwissen, in der Berufstheorie und mit einem freien Vortrag. 100 Punkte konnten erreicht werden, und die besten fünf in diesem Vorentscheid haben sich für den Landesentscheid in Triesdorf qualifiziert.

Das Berufsbildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes organisiert den Berufswettbewerb in Bayern auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Im Bereich Forstwirtschaft ist das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit eingebunden. Als Prüfer fungierten in Neunburg in erster Linie die Lehrkräfte für Forstwirtschaft am Beruflichen Bildungszentrum, Mitarbeiter aus dem Bereich Forsten der AELF Amberg, Cham und Schwandorf sowie die Fachkräfte der Bayerischen Staatsforstbetriebe Burglengenfeld, Roding und weiterer Dienststellen. Der Forstbetrieb Roding spendete wieder das Stammholz für den Sägewettbewerb. Zusammen mit Helfern von der Waldbauernvereinigung und der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft sorgten 45 Personen für einen reibungslosen Verlauf. Das Tagespensum konnte nur bestens gestärkt mit der Verpflegung aus der Schulküche, die Christa Biebl leitet, bewältigt werden.

Bei diesem bundesweit größten Nachwuchswettbewerb der grünen Berufe gingen in Neunburg 43 Berufsschüler der Forstwirtschaft an den Start. Mit umfangreichem Wissen, Spaß und Motivation waren die angehenden Forstwirte aus ganz Bayern voll in ihrem Element. Unter dem Motto "Grüne Berufe #landgemacht - Qualität. Vertrauen. Zukunft." haben sie sich in forstlichen Disziplinen gemessen. Nicht nur die Handhabung der Motorsäge stand im Vordergrund, wobei dieses Mal ausschließlich junge Männer den Präzisions- und Kombinationsschnitt vorführten und eine Fallkerbanlage in einen Baumstock sägten. Diese gibt die Fallrichtung eines gefällten Baumes vor.

Sicherheitsaspekte, Naturschutz und das Wissen rund um Wald und Holz spielten in diesem "sportlichen Wettbewerb" ebenfalls eine große Rolle. Immer dabei ist die Bestimmung von Schadbildern, Holzarten, Bäumen und Sträuchern sowie geschützten Pflanzen. "Das war heute ein besonderer Tag für uns", begrüßte Wettbewerbsleiter Leonhard Riedmeier die Ehrengäste am Nachmittag zur Siegerehrung. "Der Berufswettbewerb hat einen Einblick gegeben, was von den jungen Leuten an Qualifikation verlangt wird", erklärte Georg Lorenz. "Als angesehene Forstwirte prägen sie den Wald, der von vielen Generationen aufgebaut worden ist", sagte der stellvertretende Kreisobmann mit dem besten Dank an die Teilnehmer und Organisatoren. "Auf die sachgerechte Ausübung der beruflichen Tätigkeit im Wald kommt es an", gratulierte Forstdirektor Alwin Kleber zu den hervorragenden Ergebnissen des Wettbewerbes. Auch Bürgermeister Martin Birner zeigte seine Anerkennung für das praktische Können der Forstwirte, die auch noch mit großem Wissen glänzten und Disziplin zeigten. Die fünf Bestplatzierten nehmen am 10./11. April in Triesdorf am Landesentscheid teil. In Neunburg belegte Jakob Hofer aus Lengries mit 86,1 Punkten den ersten Platz. Er wird vom Forstbetrieb Bad Tölz ausgebildet. Auf dem zweiten Platz kam Korbinian Beutlhauser (Forstbetrieb Kelheim, 85,3 Punkte). Es folgten Martin Böse (Forstbetrieb Freising, 83,9 Punkte), Vitus Hundseder (Forstbetrieb Freising, 82,8 Punkte) und Franz Lechner (Forstbetrieb Bad Tölz, 81,0 Punkte).

Der Kombinationsschnitt gehörte zu den Aufgaben.
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