28.06.2018 - 16:54 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Wenn die Schminke ab ist

Bei seinem Comeback in Neunburg zeigt Markus Veith sein Programm "Lampenfieber". Das Gastspiel ist ein Beitrag der evangelischen Gemeinde zur Wiederbelebung der Spitalkirche.

Der Schauspieler, Schriftsteller und Kabarettist Markus Veith stellte in der Spitalkirche mit vorzüglicher Schauspielkunst die Welt des Theaters in Geschichten, Skurrilem, wahren Begebenheiten sowie Anekdoten über große und unbekannte Bühnenstars dar.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

(weu) Schon vor zwei Jahren begeisterte der Schauspieler, Schriftsteller und Kabarettist Markus Veith mit dem Theaterstück "Wilhelm Busch: Ein jeder Narr tut was er will" in der Versöhnungskirche. Nun holte Pfarrer Gerhard Beck von der evangelischen Kirchengemeinde den vielseitigen Schauspieler mit seinem zweiten Programm "Lampenfieber" erneut nach Neunburg.

Idealer Ort

Da in diesem Sommer die Spitalkirche im Sinne eines Raumlabors von verschiedenen lokalen Akteuren bespielt werden soll, um ein Nutzungskonzept zu entwickeln, entschloss sich der Geistliche in Zusammenarbeit mit der Direktorin der Gregor-von-Scherr-Realschule, Diana Schmidberger, den Spielort in das Gotteshaus am Fuße des Stadtbergs zu verlegen. Dies erwies sich als Glücksgriff, da sowohl das Stück als auch die Zahl der Zuschauer ideal für diesen interessanten Raum waren. Realschüler hatten den Innenraum mit flexiblen Sitzmöbeln, die sie gemeinsam mit der Jugendbauhütte erarbeitet hatten, ausgestattet und schenkten den Gästen Getränke aus.

Pfarrer Beck hieß eine Schar Gäste zum Theaterabend und zum Experiment Raumlabor willkommen. Sein besonderer Gruß galt Direktorin Schmidberger als momentane "Hausherrin", die mit ihren Schülern im Vorjahr den Jugendkulturförderpreis der Oberpfalz für die "Aktion Spitalkirche" erhalten hat.

Das Kabarett-Theaterstück "Lampenfieber - Jetzt mal in echt" begann mit dem Ende. Der Schauspieler hat fiktiv sein Abendwerk getan, die Aufführung war erfolgreich, und nun sitzt er zwischen Kostümen und Schminke vor dem Publikum in seiner Garderobe, die im Altarraum aufgebaut war. Er plaudert fast zwei Stunden aus dem Nähkästchen, verknüpft eigene Erfahrungen mit Geschichten, Skurrilem, wahren Begebenheiten sowie Anekdoten der Großen von den "Brettern, die die Welt bedeuten", Pleiten, Pech und Pannen sowie Texthänger, Schein und Sein von bekannten und unbekannten Menschen des Theaters: Heinz Rühmann, Gerd Fröbe, Zarah Leander und sogar Hollywoodstars wie Peter Ustinov und Marilyn Monroe bekamen ihr Fett weg.

Fesselnde Schauspielkunst

Humorvoll, mit viel Liebe zum Detail, aber mit Respekt zu den Großen des Films und Theaters behandelte Markus Veith das Show-Business, das "like no Business" ist. Sein glanzvolles Pantomimenspiel und seine Mimik verliehen dem Stück den besonderen Reiz. Obwohl Veith alleine auf der spartanisch ausgestatteten Bühne agierte, fesselte er die Zuschauer mit seiner vorzüglichen Schauspielkunst.

In der Pause wurden die Gäste von Schülerinnen der Realschule mit Getränken versorgt. "Ich hoffe Sie haben den Abend genossen", meinte Pfarrer Beck und bat die Gäste, in nächster Zeit ihr Urteil über Veranstaltungen in der Spitalkirche kund zu tun, um doch einem möglichen Verkauf entgegenzuwirken.

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