Der aktuelle Sachstand, die Gründung einer Bürgergenossenschaft, Investitionen und Betrieb, Fördermöglichkeiten und Zeitplan (siehe Info-Kasten) waren die Themen der jüngsten Informationsveranstaltung im Gasthaus Sporrer. Das Ergebnis einer Befragungsaktion, die im Januar vorgestellt wurde, bildete die Basis für die weiteren Planungen. Danach sehen 63 Prozent der Teilnehmer einen kurzfristigen Bedarf an einer seniorengerechten Wohnanlage und 50 Prozent würden sich auch finanziell mit einbringen wollen, egal ob in Form von Eigentum und/oder Genossenschaftsanteilen. Die überwiegende Mehrheit favorisiert einen Standort in der Nähe des Marienheims. Deshalb stellt die Stadt ihr Grundstück in der Ufertalstraße zur Verfügung und beteiligt sich auch an der Bürger-Genossenschaft.
20 Wohnungen
Auf dem knapp 4000 Quadratmeter großen Grundstück sollen nach derzeitigem Sachstand insgesamt 20 altersgerechte und barrierefreie Wohnungen in der Größenordnung zwischen 40 und 65 Quadratmeter als Ein- bis Dreizimmer-Apartments entstehen. Hinzu kommen die entsprechenden Gemeinschaftseinrichtungen. Das Genossenschaftsmodell bietet nach Auffassung der Initiatoren beste Voraussetzungen für einen genussvollen Ruhestand mit einer Wohnform, die so sicher wie Eigentum und so flexibel wie Miete ist. Wegen dem lebenslangen Wohnrecht brauche man kein eigenes Immobilieneigentum mehr und sei zudem in der genossenschaftlichen Wohnanlage sozial nicht allein gelassen.
Knapp zwei Millionen Euro Baukosten
Die kalkulierten Kosten belaufen sich auf 3,55 Millionen Euro, wobei sämtliche Berechnungen und Zahlen auf einer Modellrechnung basieren und eine genaue Kostenberechnung erst anhand eines konkreten Entwurfs möglich ist. Demnach sind für Grundstück und Erschließung 400 000 Euro und für Baukosten knapp zwei Millionen Euro angesetzt. Für Stellplätze und Außenanlagen 520 000 Euro und für Nebenkosten 680 000 Euro. Als Reserve sind 300 000 Euro eingestellt. Das benötigte Kapital soll durch 30 Prozent Eigenkapital (gut eine Million Euro), Fördermittel (150 000 Euro) sowie Förder- und Bankdarlehen zustande kommen.
Für den 17. Dezember steht die Gründung der Genossenschaft im Terminkalender. Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen für einen Architektenwettbewerb, dessen Ergebnis Ende April 2019 erwartet wird. Zu diesem Zeitpunkt soll die Genossenschaft auch eingetragen sein, so dass ein Beitritt ab Mai möglich ist. Die Baugenehmigung ist für Oktober angepeilt und der Baubeginn für März 2020. Wenn alles nach Plan läuft, ist die Seniorenwohnanlage im September 2021 fertiggestellt. Begonnen hatte das Projekt mit einem Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 13. Februar 2017, dem am 6. April 2017 der entsprechende Stadtratsbeschluss folgte. Diversen Beratungsterminen und Konzeptüberlegungen folgten Informationsabende für die Bürger und schließlich eine Bürgerbefragung sowie die Entscheidung für die Rechtsform der Genossenschaft. (kö)













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