14.06.2020 - 10:32 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Spatenstich für Erlebnispark am Stausee

Der größte Stausee der Oberpfalz wird um eine Attraktion reicher: Am Eixendorfer See bei Neuburg vorm Wald entsteht ein kleiner Fischerlebnispark. Ein Fischerdorf mit Mini-Museum und ein Lehrpfad. Eröffnung schon in den Sommerferien.

Kim Kappenberger, Stephanie Wischert, Martin Birner, Thomas Ebeling, Robert Bäumler, Markus Greiner und Margit Reichl (von links) trafen sich zum symbolischen Spatenstich auf dem Gelände des neuen Fischerlebnisparks am Eixendorfer Stausee.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Mit dem Bau der begehbaren Holzkugel am Steinberger See hat sich die InMotion Park GmbH einen Namen gemacht. Nun erhielt das Unternehmen den Zuschlag zur Gestaltung des Fisch-Erlebnisparks am Eixendorfer Stausee. Auch dort entsteht eine Aussichtsplattform. Die Holzkonstruktion hat die Form eines Fisches und wird sieben Meter hoch und zwölf Meter lang sein. Bauen wird sie jenes Unternehmen aus der Steiermark, das auch die Teile für die Holzkugel geliefert hat. "Anfang Juli werden wir das Klettergerüst vor Ort zusammenbauen", kündigte InMotion-Geschäftsführer Kim Kappenberger beim Spatenstich an.

Fischereiverein im Boot

Der Fisch-Erlebnispark entsteht neben dem Panorama-Hotel in Gütenland. Inhaber Markus Greiner unterstützt das Projekt und baut um das angrenzende Hirschgehege einen 800 Meter langen Rundweg mit Erlebnisstationen und Spielgeräten für die ganze Familie. "Wir werden außerdem unsere Speisekarte erweitern und verstärkt einheimischen Fisch anbieten", verspricht der Gastronom. Zur Umsetzung seiner Pläne nimmt er 50 000 Euro in die Hand. Auch der Fischereiverein Neunburg lässt sich einbinden, stellt Wegweiser und Informationstafeln auf und gibt in Kursen und Seminaren Tipps zur Veredelung der einheimischen Fische. Vorstandsmitglied Robert Bäumler kündigt dazu die Umgestaltung des Vereinsheimes an.

"Hier entsteht ein innovatives, regionales Projekt mit Erlebnischarakter und pädagogischem Wert", ist Bürgermeister Martin Birner überzeugt. Die Kosten belaufen sich auf 313 000 Euro. Die Stadt Neunburg investiert Eigenmittel von 129 000 Euro, den Rest steuern der Freistaat Bayern und die Europäische Union bei. Mit Mitteln aus dem "Europäischen Meeres- und Fischereifonds" fördert die EU eine "nachhaltige Aquakultur".

Spaß für Groß und Klein

Der zwölf Meter lange und sieben Meter hohe begehbare Fisch aus Holz wird die Attraktion im Erlebnispark.

Zentraler Punkt des Erlebnisparks ist der "begehbare Fisch" mit einer Aussichtsluke in sieben Meter Höhe, die einen Blick auf den See gewährt. Eine Rutsche in der Schwanzflosse samt Schaukeln und Kletternetzen versprechen Spaß für Groß und Klein. Eine Ausstellung mit Fischereigeräten und Info-Tafeln informiert die Gäste über die Fischerei. Holzliegen, ein Rondell und eine Hollywoodschaukel laden zu einer Ruhepause mit Blick auf den See ein. Sandkasten, Fisch-Wippe, Sandbaustelle und Info-Tafeln runden das Angebot ab. "Hier entsteht eine Freizeitattraktion für Einheimische und Urlauber in herrlicher Lage ", ist Bürgermeister Martin Birner überzeugt. Er rechnet "noch vor den Sommerferien" mit der Eröffnung. Landrat Thomas Ebeling dankt beim Spatenstich der "Fischereilichen Lokalen Aktionsgruppe" mit FLAG-Managerin Stephanie Wischert für die Vorarbeit und "das Durchhaltevermögen in den vergangenen drei Jahren".

Die Stadt hatte aus mehreren Vorschlägen den Entwurf der InMotion Park GmbH ausgewählt und dem Unternehmen, das mittlerweile von Lappersdorf an den Steinberger See gezogen ist, den Zuschlag für die Umsetzung erteilt. Das Konzept, einen Themenspielplatz für alle Generationen mit Schwerpunkt "Fischerei" zu entwickeln, hatte die Stadträte am meisten überzeugt.

Das Fischerdorf mit den zwei Hütten wird laut Grafik der Betreiber ein Mini-Museum für Angel- und Fischerei-Gerätschaften.

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