13.11.2018 - 16:56 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Stausee-Dialog fortsetzen

"Gemeinsam für einen intakten See" ist die Devise der Runden Tische, die sich auf Initiative von Regierungspräsident Axel Bartelt regelmäßig mit dem Gewässerzustand des Eixendorfer Stausees befassen. Am 21. November ist das nächste Treffen.

Mit Maßnahmen für ein intaktes Gewässer setzen sich die Teilnehmer beim nächsten Runden Tisch für den Eixendorfer Stausee auseinander.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Bereits im Juni hatten sich Vertreter von Kommunen, Behörden und Vereinen über das künftige Vorgehen zur Verbesserung des Seezustandes ausgetauscht. Am Mittwoch, 21. November, treffen sich erneut über 30 Beteiligte in unmittelbarer Nähe des Sees, um gemeinsam über das weitere Vorgehen zu beraten. Diesmal wird auch wieder Regierungspräsident Axel Bartelt an der Runde teilnehmen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der bisherigen Gespräche. Es wurde eine neue Vertrauensbasis für die Zusammenarbeit aller Beteiligten gefunden und wir arbeiten gemeinsam und konstruktiv daran, in der Sache voranzukommen“, so der Regierungspräsident. Im Fokus steht dabei insbesondere die extreme Nährstoffbelastung des Sees. Die wesentliche Ursache der hohen Nährstoffeinträge, insbesondere Phosphor, resultiert aus dem etwa 400 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet. Durch die Algenblüte wird zwar die wasserwirtschaftliche Funktion des Stausees nicht behindert, aber die touristische Attraktivität beeinträchtigt.

In den Bemühungen um einen möglichst sauberen See und eine ordnungsgemäße Seebewirtschaftung hatte die Regierung der Oberpfalz deshalb die Dialogplattform „Runder Tisch“ ins Leben gerufen und damit den Weg für einen konstruktiven Austausch aller Beteiligten bereitet. Zielrichtung war und ist es, Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität zu finden, die weder den Hochwasserschutz der Unterlieger, noch die Niedrigwasseraufhöhung der Schwarzach in Trockenzeiten oder die Stromerzeugung beeinträchtigen.

Es besteht weiterhin die Notwendigkeit, das Nährstoffaufkommen aus dem Einzugsgebiet ausreichend zu reduzieren. In dem seit Mai dieses Jahres vorliegenden Gutachten werden ergänzend dazu Maßnahmen der Seerestauration untersucht und bewertet. Die gemeinsamen Bemühungen beinhalten eine Stärkung der Sozialfunktion des Sees, insbesondere hinsichtlich der Naherholung und des Tourismus durch Nutzungen wie Angelsport, Baden, Segeln oder Surfen. Dies ist vor allem den Städten Neunburg und Rötz ein großes Anliegen.

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