06.02.2019 - 15:52 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Stimmgewalt gepaart mit hoher Musikalität

Erneut ist ein international renommierter Chor in der evangelischen Versöhnungskirche aufgetreten. Der Donkosaken-Chor Serge Jaroff hat das Publikum mit kraftvollen Stimmen beeindruckt.

Die 15 Sänger des „Don Kosaken Chors Serge Jaroff“ ließen die Versöhnungskirche mit ihren gewaltigen Stimmen erbeben.
von Udo WeißProfil

Nach bemerkenswerten Konzerten mit den Gruppen „The Gregorian Voices“ im Jahr 2015 und den „Glory Gospel Singers“ in 2016, ist es Pfarrer Gerhard Beck erneut gelungen, mit dem Donkosaken Chor Serge Jaroff einen renommierten A-capella-Chor der Spitzenklasse in die Versöhnungskirche zu holen.

Im flotten Schritt betraten die 14 Sänger und ihr Chorleiter das Gotteshaus und begannen das Konzert mit einem sakralen Teil. Das „Credo“ von Greschaninow, das „Vater unser“ von Kadrov und „Herr erbarme dich unser“ waren Lieder, die fest zum Programm des Ensembles gehören. Einer der Sänger hieß die Gäste auf deutsch willkommen und gab einen kurzen Überblick über das Programm.

Im Anschluss erbebte die Kirche förmlich von den kraftvollen voluminösen Stimmen der weltberühmten Sänger. Der Chor brachte neben den sakralen Gesängen aus der russisch-orthodoxen Kirche auch bekannte und beliebte russische Volksweisen und klassische Chorwerke zu Gehör.

Das Repertoire entstammt aus der Zeit, als Namensgeber Serge Jaroff, der bis 1979 mit seinen Don Kosaken umjubelte Konzerte gab und zahlreiche Film- und Fernsehauftritte hatte, den Chor gründete und leitete. Den etwas älteren Zuhörern ist der "kleine Mann Jaroff mit der großen Karriere" sicherlich noch ein Begriff. Wanja Hlibka, selbst noch Sänger unter Jaroff, formierte 1991 den Chor neu und bekam 2001 die Rechte des Chores überschrieben. Seit dieser Zeit führt er die Geschichte des „Don Kosaken Chores Serge Jaroff“ unter seiner Leitung weiter.

Neben einem Werk von Rachmaninow waren Arrangements von Serge Jaroff selbst und traditionelle Lieder wie „Abendglocken“, „Roter Sarafan“ und „Die zwölf Räuber“ zu hören. Natürlich durften „Kalinka“ und „Eintönig klingt hell das Glöckchen“ nicht fehlen. Die andächtigen Zuhörer in der sehr gut besetzten Kirche dankten dem Chor mit großem Applaus. Bis Mai touren die Donkosaken noch durch Deutschland und begeistern vor meist ausverkauften Häusern.

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